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Tango

31.01.2019

Musikalische Schätze aus Buenos Aires

Beeindruckten beim Rathauskonzert: (von links) Alexander Möck und Holger Marschall in Dinkelscherben mit flotten argentinischen Tangorhythmen.
Bild: Manfred Miller

Duo Möck-Marschall bringt argentinisches Flair in den Dinkelscherber Rathaussaal

Argentinisches Flair im Rathaussaal von Dinkelscherben: Nicht nur Niccolò Paganini und Bela Bartok, sondern vor allem der Argentinier Astor Piazzolla, der Begründer des Tango nuevo, bildeten das musikalische Programm von Alexander Möck (Violine) und Holger Marschall (Gitarre).

Bemerkenswert dabei ist, dass beide Musiker auf alten Instrumenten spielen. Die Violine von Alexander Möck stammt aus dem Jahr 1840 und wurde von dem Franzosen Jean Baptiste Vuillaume gebaut. Sie kann, so der Musiker, mit der Klangqualität einer Stradivari „durchaus mithalten“. Marschalls Gitarre stammt aus dem Jahr 1820 und wurde vom berühmten Wiener Geigenbauer Johann Georg Staufer gefertigt.

Beim Rathauskonzert in Dinkelscherben durfte sich das Publikum auf ein Programm mit großen Komponisten wie Niccolò Paganini, Bela Bartok und vor allem Astor Piazzolla freuen. Während zahlreicher Konzertaufenthalte in Spanien, Italien sowie in Ländern Südamerikas haben die beiden Musiker ganz besondere musikalische Schätze angesammelt. Aufgelesen haben sie diese auf den sonnigen Plätzen von Buenos Aires und den luftigen Ständen Rio des Janeiros.

Sowohl bei der Sonate Nr. 1 von Niccolò Paganini als auch bei den „Rumänischen Volkstänzen“ von Bela Bartok gelingt beiden Musikern eine von emotionaler Leidenschaft bestimmte personifizierte Interpretation. Der samtene Ton der besonderen Violine vereint sich in besonderer Weise mit dem gehaltvollen Klang der Gitarre zu einer überzeugenden Symbiose.

Ganz bewusst hat Alexander Möck für sein Solo ein modernes Stück der polnischen Pianistin Grazyna Bacewicz gewählt. Mit vollendeter Spieltechnik, gezielter Bogenführung und ganzem körperlichem Einsatz gelang ihm eine beeindruckende Interpretation dieser anspruchsvollen Komposition.

Tangomusik von Astor Piazzolla dominierte dann im zweiten Teil des Konzertes. Hier bewies Holger Marschall, dass er mit seiner sicheren und überzeugenden Grifftechnik Maßstäbe in seinem Spiel setzt und das darin enthaltene argentinische Temperament gut zur Geltung bringt.

Beiden Musikern war sichtlich die Spielfreude anzumerken, die, wie sie selbst beteuerten, während des Konzertes in „lauter fröhliche Gesichter“ schauten. Das Publikum fand großen Gefallen an dieser Musik und erklatschte sich noch zwei Zugaben. (mima)

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