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Kirche

10.10.2017

Musikalische Zeitreise mit zwei Orgeln

Unter dem Motto „Zweifacher Orgelklang“ gestalteten Josef und Susanne Miltschitzky das Konzert in St. Martin, Gabelbach.
Bild: Richard Kraus

Josef Miltschitzky und seine Frau geben ein besonderes Konzert in Gabelbach

Basilikaorganist Josef Miltschitzky aus Ottobeuren und seine Frau Susanne Jutz-Miltschitzky haben gemeinsam das vierte Kirchenkonzert dieses Jahres in St. Martin, Gabelbach, gestaltet. Das Musikerehepaar hatte dafür hauptsächlich Werke von Komponisten ausgewählt, die im Zeitraum von 1600 bis 1800 im schwäbischen Raum tätig waren oder hier geboren wurden.

Im „Salve Regina“ aus dem Buxheimer Notenbuch wechselten sich archaische Orgelklänge mit melodischen Choraleinschüben ab, die von Susanne Miltschitzky mit weichem und vollem Sopran vorgetragen wurden. Bei den Toccaten von Scherer, Hassler und Speth konnte Josef Miltschitzky die strahlenden Register der historischen Orgel überzeugend zur Geltung bringen. Es war überraschend, welch unterschiedliche Klangwirkungen er durch geschicktes Kombinieren der nur neun Register erreichte.

Für die Werke des 18. Jahrhunderts und das Zusammenspiel mit der Renaissanceflöte (für ein den Fuggern gewidmetes Stück) wechselte er zur neuen Orgel. Nach der Strenge der vorbarocken Musik tat sich hier eine neue Welt auf, leichtfüßig und verspielt, bei der „Sonata“ von Bachmann fast an Drehorgelmusik erinnernd.

Die Zugabe, ein meditatives, von Susanne Miltschitzky innig gesungenes „Magnifikat“ von Johann Speth, gab diesem Konzert einen harmonischen Abschluss. Nach herzlichem Beifall entließ Pater Saji die zahlreichen Zuhörer mit einem Segensgebet. (AL)

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