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Konzert

23.01.2019

Musiker erzählen Geschichten

Die neuformierte Hirblinger Bläserjugend hat sich beim Neujahrskonzert viel Beifall verdient.
Bild: Martin Schmid

Schwäbische Trachtenkapelle Hirblingen begeistert diesmal mit anspruchsvollen Tondichtungen

Die Musiker spielen – und viele wollen sie hören: Wieder durften sich die Hirblinger Musikanten über zwei fast ausverkaufte Konzerte zum Jahresauftakt freuen.

Nach dem Start mit der neu formierten Hirblinger Bläserjugend unter Leiter Leonardo Dianori stimmte die Trachtenkapelle unter Stabführung von Georg Miller mit dem Marsch „Sympatria“ von Thomas Asanger auf das Werk „Flight of Valor“ ein, das von James Swearingen zum Gedenken an die Opfer des United-Airlines-Fluges 93 geschrieben wurde. Eindrucksvoll beschreibt der Komponist den Flug, den Kampf an Bord und den von Passagieren herbeigeführten Absturz, um Schlimmeres zu verhindern. Ziel der Al-Kaida-Terroristen war das Capitol, Sitz des amerikanischen Kongresses und Wahrzeichen der Stadt Washington.

Stefan Schwalgin projiziert in „Cartoon Spectacular“ mit plastischer Tonsprache eine Zeichentrickgeschichte auf das Blasorchester: Kater (Rainald Haak, Posaune) erwacht, entdeckt einen Vogel (Stefanie Wiedemann, Querflöte), nimmt die Jagd auf. Der Kater verliebt sich in eine wunderschöne Katzendame (Ruth Mayer, Altsaxofon), die er aber völlig verprellt. Sein Blues (Herbert Feirtag, Trompete) wird durch den zurückkehrenden Vogel aufgeheitert. Kater und Vogel tanzen einen Walzer, bis der Kater wieder Appetit bekommt und die Jagd erneut beginnt. Die Musikanten meisterten die Herausforderung mit Bravour und wurden mit tosendem Applaus belohnt.

Mit der sinfonischen Dichtung „Devil’s Tower“ erzählt Thomas Doss die Sage vom Teufelsturm, dessen Reste nahe Waldneukirchen in Oberösterreich zu finden sind. Das Werk ist für ein Oberstufen-Blasorchester teilweise sehr anspruchsvoll. Versteckt in einem filmischen Kompositionsstil weist es Renaissance-Sequenzen auf.

Zwischen zwei Nummern ehrte ein Vertreter des Allgäu-Schwäbischen Musikbunds (ASM) Julian Kraus, Bernd Krause und Reinhold Deisenhofer für zehn, 25 beziehungsweise 40 Jahre Treue.

Mit Martin Scharnagls Ouvertüre „Monumentum“ eröffnete die Trachtenkapelle den zweiten Teil und mit „Marcha de Libertad“ von Gerald Ranacher und dem Walzer „Fast Himmelblau“ von Kurt Gäble folgten zwei Ohrenschmeichler, bevor das Publikum mit „African Symphony“ von Van McCoy im Arrangement von Naohiro Iwai in die Steppe entführt wurde. Für seine Rockouvertüre „Dramatic Tales“ ließ sich Markus Götz von der Entstehungsgeschichte des Wallfahrtsortes Todtmoos inspirieren.

Vier Hits von Frank Sinatra, „New York, New York“, „Somethin’ Stupid“, „Fly me to the Moon“ und „My Way“, bereiteten im Medley von Stefan Schwalgin den Musikern und dem Publikum gleichermaßen Freude. Herbert Feirtag glänzte an der Trompete.

Zur „Perger Polka“ von Kurt Gäble bezog Musikleiter Georg Miller auch das Publikum mit ein. Auch Christina Wittmann und Bianca Zettl, die unterhaltsam durchs Programm führten, wurden mit herzlichem Applaus bedacht. (AL)

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