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29.03.2018

Musiker werden Hoffnungsträger

Gelungenes Konzert des Blasorchesters des Musikvereins Diedorf

Mit einem ergreifenden Konzert bewegte das Blasorchester des Musikvereins Diedorf in der Herz Mariä Kirche. Das Konzert trug den Titel „Hoffnung“. Und genau dieses kleine Wort war die Verbindung aller Musikstücke, Kompositionen, Texte und Gedanken. „Hoffnung ist Lebenskraft, Hoffnung ist die Triebfeder, welche die Menschen ermutigt, das Leben in all seinen Schattierungen, in Höhen und Tiefen, Freude, Schmerz, Trauer und Resignation immer wieder anzunehmen und zu bestehen“, sagte Elisabeth Wiedemann, die meditative Worte zwischen den Musikstücken sprach.

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Mit der Komposition „Voices of the Sky“ von Samuel R. Hazo eröffnete das Orchester unter dem Dirigenten Georg Miller das Konzert. Das Stück erzählt von den unterschiedlichen Nuancen des Himmels, von den dunklen und hellen Stimmungen, die durch die Klänge und Töne des gesamten Orchesters fantastisch hörbar und sogar spürbar wurden.

„Hoffnung ist die Säule, die die Welt trägt“, genau dies wurde erfahrbar im Werk „Respicere“ von Thiemo Krass, das sich präzise und einfühlsam von einer langsam schreitenden Prozession bis hin zu einem strahlenden Coda majestätisch entwickelte.

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Triumphale Klänge, leise und zarte Melodien und mächtiges Schlagwerk ertönten bei J. S. Bachs Präludium Nr. 4, das meisterhaft gespielt den großen Kirchenraum erfüllte. Ein musikalisches Plädoyer für den Frieden gab es im Werk von Jan Van der Roost „Et in terra pax“, das die Erfahrung von Krieg, Gewalt und Zerstörung zwar fast bedrohlich hörbar werden lässt, am Ende jedoch macht die anfängliche Spannung der Hoffnung Platz.

Wehmut und Herzschmerz breitete sich dagegen aus, als das Orchester sehr einfühlsam und mit großer Hingabe die sinfonische Tondichtung „Carrickfergus“ von James L. Hosay erklingen ließ. Dieses Stück erzählt die Geschichte eines alten kranken Mannes, dessen sehnlichster Wunsch es ist, in seiner Heimatstadt und bei seiner Liebe zu sterben.

Tröstlich, hoffnungsvoll und lebensspendend auch das Arrangement von Kurt Gäble „Siehst du das Lamm“, das sich durch die Interpretation der Musiker zu einem modernen Lobpreis entfaltete.

Während die Sonne durch die bunten Glasfenster der Herz Mariä Kirche unterschiedlichste farbige Variationen an die Wände des Raumes malte und die Klangfarben der Musik die Fantasie der Zuhörer anregte, ertönte das mächtige und imposante viersätzige Werk „Arche Noah“ von Bert Appermont. Hörbar wurde der Ruf Gottes an Noah, fühlbar der Einzug der Tiere in die Arche und die große Sturmflut. Holzbläser, Blechbläser und Schlagwerk erstrahlten in ihrer vollen musikalischen Pracht, sodass am Ende im Lied der Hoffnung die leuchtenden Farben des Regenbogens für die Zuhörer in ihrem inneren Auge Gestalt annahmen

Mit den Werken „One Life“ von Thiema Krass und „The Hounds of Spring“ von Alfred Reed präsentierte Georg Miller mit seinem Orchester eine fulminante musikalische Interpretation mit ergreifender Schönheit und einer großen emotionalen Wirkung.

Mit überwältigendem Applaus bedankten sich die Besucher des Konzerts sowie Pfarrer Hans Fischer für die großartige Leistung beim Dirigenten und den Musikern. (AL)

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