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Gemeinderat

16.07.2019

Musikschule kommt in die Kindergärten

Altenmünster leistet sich die Früherziehung. Warum zwei Krippengruppen provisorisch in die Schule einziehen

Familien mit kleinen Kindern dürfen sich auf ein besonderes Angebot in den Kindergärten Altenmünster und Zusamzell freuen. Nach den Sommerferien kommt Musikpädagogin Katharina Riechert-Kuchler regelmäßig in die Tagesstätten, um mit den Kindern zu singen und zu musizieren.

Der Gemeinderat Altenmünster hat mit großer Mehrheit beschlossen, die Musikalische Früherziehung durch die Musikschule Holzwinkel und Altenmünster in den Kindergärten zu etablieren, wie sie von vielen Eltern gewünscht wurde und sich in Adelsried seit einem Jahr bewährt. Die drei Gruppen in Zusamzell und vier Gruppen der Kinder über vier Jahre in Altenmünster wird die Fachpädagogin in jeweils 60 Minuten pro Woche an die Musik heranführen und mit den Kleinen auch Beiträge zum Sommerfest, zu St. Martin oder anderen Anlässen im Jahreslauf einstudieren.

Das Angebot kostet die Gemeinde je Kindergartengruppe 168 Euro pro Monat oder, rund 14000 Euro pro Jahr. Diese Kosten kritisierten einige Gemeinderäte. Günter Klaus merkte an, dass das Angebot in die Kalkulation der ab Herbst gültigen Kindergartenbeiträge hätte einfließen sollen: „Wenn wir die Gebühr für das verbesserte Angebot um weitere zehn Euro monatlich angehoben hätten, würde der Zuschussbedarf durch die Gemeinde geringer ausfallen.“ Bürgermeister Bernhard Walter entgegnete: „Wir waren bei der Gebührenerhöhung schon sehr forsch unterwegs. Eine weitere Anpassung können wir uns später überlegen.“ Die Gemeinde wird mit der Musikschule einen Jahresvertrag abschließen und vor Ablauf über eine Fortsetzung verhandeln. „Da wir uns schon glücklich schätzen, eine Musikschule zu haben“, meinte Walter, „sollten wir dieses Angebot auch in unsere Kindergärten bringen.“

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In der Kinderkrippe Altenmünster wird der Platz so knapp, dass kurzfristig zwei Gruppen mit 24 Kleinkindern provisorisch im Untergeschoss der Schule untergebracht werden müssen, bis der geplante Anbau am Kindergarten realisiert ist – vermutlich ist das in zwei Jahren der Fall. Der Gemeinderat stimmte den Umbauplänen des Architekturbüros Axmann Weiß aus Burgau zu: Das Garagentor mit Schlupftüre im hinteren Teil der Schule wird zum barrierefreien Zugang zu den Krippenräumen, von denen einer eine Küchenzeile erhalten soll. „Es sind keine größeren baulichen Veränderungen nötig“, erklärte Günter Axmann-Finkel. Die größten Kosten würden für Brandschutztüren und Sanitärraum benötigt. Walter hofft nun, dass die Gemeinde kurzfristig Handwerker findet, damit der Umbau bis September fertig wird.

Zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 16 Wohnungen und einer Tiefgarage sollen nach dem Antrag einer Wohnbaugesellschaft an der Hauptstraße gegenüber der bisherigen Autowerkstatt entstehen. Damit würde eine Baulücke zwischen dem früheren Textilladen und dem Friseursalon Treu geschlossen. Allerdings entsprechen die Pläne nicht dem alten Bebauungsplan mit engeren Baugrenzen und anderen Dachvorgaben. Der Bürgermeister plädierte dafür, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Der Rat beauftragte ihn, die Pläne mit dem Antragsteller bei Kreisbaumeister Frank Schwindling im Landratsamt vorzulegen und nach einer Lösung zu suchen.

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