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Adelsried

17.07.2020

Nach Horrorunfall: Adelsried diskutiert über Tempolimit auf A8

Ein Tempolimit auf der Autobahn 8 war Thema im Gemeinderat Adelsried.
Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

Plus Nach dem schweren Unfall auf der A8, bei dem eine Frau ums Leben kam, sprechen sich Gemeinderäte in Adelsried für ein Tempolimit auf der Autobahn aus.

Der schwere Verkehrsunfall, der sich vor Kurzem auf der Autobahn bei Adelsried ereignet hatte, war in der jüngsten Sitzung ein großes Thema. Angestoßen wurde es von Martina Feyrsinger (Grüne), die nachgefragt hatte, ob es für die Feuerwehrleute für solche Horror-Einsätze eine Krisenintervention gebe.

Neben einer Einsatznachbesprechung sei auch ein Angebot für eine psychologische Betreuung sichergestellt, erklärte Bürgermeister Sebastian Bernhard. Wie er berichtete, lassen die ersten Untersuchungsergebnisse der Polizei vermuten, dass der Unfallverursacher mit 200 Kilometern pro Stunde unterwegs war.

„Wir als Gemeinde sind verpflichtet, ein Tempolimit zu fordern“, sagte Dritter Bürgermeister Stefan Kramer (FWG). „Es sind unzählige Beinahe-Unfälle, die irgendwann zu einer so großen Katastrophe führen wie am letzten Montag im Juni.“ Von den Unfällen betroffen seien auch die vielen freiwilligen Helfer an der Unfallstelle, so Kramer weiter. Er, wie auch Bernhard, fordere mehr Schutz auch für die freiwilligen Einsatzkräfte vor Ort.

Die Vorderseite eines BMWs blieb auf der Fahrspur nach München liegen. Ein Feuerwehrmann begutachtet das Wrack.

Zweiter Bürgermeister Ludwig Lenzgeiger ( CSU) verlangt für die Gefahrenpunkte auf dieser Strecke eine Telematik. Franz Steiner (FWG), der selbst über 30 Jahre als Helfer zu Unfällen gefahren war, hingegen meinte, dass dieser Unfall auch mit Tempo 130 nicht vermeidbar gewesen wäre.

Tempolimit auf A8: CSU-Gemeinderat Zott sieht nur Vorteile

Josef Zott (CSU) ist froh, dass diese Diskussion erneut aufgerollt wird. Er sieht bei einem Tempolimit von 130 km/h nur Vorteile. „Es gab in der Vergangenheit ständig schwere Unfälle. Durch die Corona-Krise hat sich jedoch alles ein wenig beruhigt.“

Als verantwortlicher Gruppenleiter in seiner mehr als 40-jährigen Dienstzeit hat es auf der damals zweispurigen Autobahn mit einem Tempolimit von 120 Kilometern pro Stunde und Überholverbot für Lkw kaum Einsätze gegeben, erzählte er. „Warum ist es hier in Deutschland so schwierig, ein Tempolimit, das in ganz Europa gilt, einzuführen? Es wäre gut für die Umwelt, die Gesundheit, und es wäre auch vernünftig gegen die Lärmentwicklung.“ (kräm)

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Die Diskussion ist geschlossen.

19.07.2020

Reisserische Überschrift mit Verdrehung der Tatsachen. Die Überschrift hat Bild Qualität. Der Verursacher ist sicher nicht der, der auf der dritten Spur der Autobahn ankam sondern derjenige welcher völlig unvernünftig auf die Autobahn auffuhr und sofort gegen die Mittelleitplanke Taste und so den Unfall verursachte. Vermutlich wäre der Unfall viel glimpflicher abgelaufen, wenn das ankommende Fahrzeug keine 200km/h gefahren wäre. Aber den Fahrer jetzt als Verursacher zu titulieren ist eine Lüge. (edit/mod/bitte bleiben Sie sachlich)

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