Zusmarshausen

11.08.2018

Nachts in der Brauerei

Mit Taschen- und Stirnlampen: Schwarzbräu-Chef Leopold Schwarz erkundete mit Buben und Mädchen nachts die Brauerei.
Bild: Michaela Krämer

Kinder erkunden die geheimnisvollen Winkel von Schwarzbräu in Zusmarshausen.

Auf eine Erkundungsreise in die geheimnisvollen Ecken der Brauerei Schwarzbräu begaben sich Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 15 Jahre. Leopold Schwarz, Chef der Brauerei, gewährte den Kleinen gemeinsam mit Annika Leitenmaier Zugang zur verzweigten Brauerei, die aus Hunderten von Räumen besteht. Die Ferienprogramm-Teilnehmer staunten über die großen Räume mit den riesigen Sudpfannen sowie die Gär- und Lagertanks und erfuhren viel Wissenswertes über die unterschiedlichen Biersorten, wie in der brauereieigenen Mälzerei aus Gerste Malz wird. Und das alles ohne Licht – denn nur mit Taschen- und Stirnlampen wurde die Brauerei erkundet.

Immer heißer wurde es, je weiter die Gruppe in der Brauerei nach oben kam. Dazu dieser Geruch – schnell wurde klar, um was es sich handelte. Im Sudhaus, dem Herz der Brauerei, wird aus Wasser, Malz und Hopfen die Bierwürze gebraut. Entsprechend heiß ist es hier. „Im Sudhaus entsteht die Würze“, erklärte Leopold Schwarz. Und: „Innerhalb der Brauerei wird man mit vielen ungewohnten Gerüchen wie frisch geschrotetem Malz und Hopfen konfrontiert“, erklärte Schwarz mit einem Schmunzeln.

Freilich beschäftigte die Kinder auch die Frage, ob es in der Brauerei auch spukt. Sie ist ja immerhin 370 Jahre alt. Doch geradezu furchtlos gingen die Buben und Mädchen über eine enge Wendeltreppe hinab in die Tiefe zu den Kesseln. Dort kamen die Taschenlampen zum Einsatz. Das Feuer brodelte in einem Heizkessel, 43 Grad heiß war es im Raum. Dann wurde es wieder kühler, aber auch feuchter: Vorbei an der Filtrationsanlage, an den Gärtanks, die 55000 Liter fassen. „Zwei Wochen lang dauert die Gärung, dann ist das Jungbier fertig“, erklärte Schwarz. Die Tanks sind fast schon furchterregend. Etwas ängstlich gingen einige nach oben zu den dicken Rohren. Andere hingegen fanden sie jedenfalls „voll krass“ und leuchteten mit ihrer Taschenlampe jeden Winkel aus.

Nächste Station war die Mälzerei, wo die Gerste in Wasser eingeweicht und anschließend zum Keimen gebracht wird. „Danach wird sie getrocknet und der Keimling entfernt“, erklärte Leopold Schwarz dem Nachwuchs. Vorbei an der Flaschenfüllerei und dem Labor führte der Brauereichef auf die luftige Terrasse, die 33 Meter hoch liegt. „Mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen“, sagte ein Mädchen. „Ich wollte heute die Häuser von oben sehen.“ Doch die Erfahrung zeigte: Auch über den Dächern von Zusmarshausen gab es keine Gespenster zu sehen. (kräm)

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