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Gersthofen

19.02.2015

Neben dem TSV-Stadion wird bald angebaut

Beim Betrieb auf dem Gersthofer Sportgelände kann es auch mal lauter werden. Künftige Anwohner sollen vorher darauf hingewiesen werden.

  Gersthofer Bauausschuss weist auf möglichen Lärm durch den Trainigsbetrieb hin

Von Gerald Lindner

  Baulust in der Sportallee: Ob ein Anbau an ein bestehendes Mehrfamilienhaus oder der Umbau eines Dachgeschosses nicht weit davon entfernt – intensiv befasste sich der Gersthofer Bauausschuss mit zwei Anträgen.

Bei einem davon soll ein Mehrfamilienhaus mit zwei Vollgeschossen und einer Tiefgarage an ein bestehendes Gebäude angebaut werden. Die Hauptabmessungen betragen etwa 35 mal elf Meter mit einer Höhe von knapp 10,5 Metern und einem Satteldach.

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Bereits im November hatte sich der Bauausschuss mit dem Vorhaben befasst. Dabei wurde der Errichtung von Stellplätzen im Fünf-Meter-Vorgartenbereich, die laut Satzung nicht gestattet ist, auch nicht zugestimmt. Nun hatte der Bauherr sein Konzept überarbeitet. „Die Stellplätze werden nun westlich des bestehenden Mehrfamilienhauses angeordnet, und die Zufahrt für die geplante Tiefgarage wurde auf die südöstliche Seite des Grundstücks verlegt“, erklärte Stadtbaumeister Thomas Berger. Damit könne der Ausschuss dem Bauantrag zustimmen.

Sandra Meitinger (CSU) drängte darauf, dass die Bewohner des neuen Gebäudes rechtzeitig ausdrücklich darauf hingewiesen werden sollen beziehungsweise, dass ein Vermerk in die Baugenehmigung aufgenommen wird, dass es durch den Betrieb auf dem benachbarten TSV-Sportgelände zu Lärmbelästigungen kommen könne.

Bürgermeister Michael Wörle verwies auf jüngste Gerichtsbewertungen, wonach der durch Sporttraining und -betrieb entstehende Lärm ähnlich wie Kindergartenlärm in Wohngebieten hinzunehmen sei. „Dieses Urteil bringt wohl deutliche Verbesserungen für die Sportvereine“, so Wörle. Er versprach, dass die Verwaltung den von Sandra Meitinger gewünschten Hinweis in den Beschluss aufnehmen werde. „Wir lassen aber vorher prüfen, ob er rechtlich überhaupt wirksam ist.“

Nicht weit davon entfernt soll, ebenfalls an der Sportallee, ein Dachgeschoss zu Wohnungen ausgebaut werden. Auch über dieses Vorhaben hatte der Bauausschuss bereits in früherer Sitzung beraten. Jetzt stand eine Planänderung zur Abstimmung an: „Statt der ursprünglichen zwei Wohneinheiten im Dachgeschoss sollen nun drei Wohnungen entstehen“, erklärte Thomas Berger. Vollständig verzichtet wird nun auf den ursprünglich noch geplanten Einbau eines Aufzugs.

Im Zug des Umbaus soll der Dachstuhl entfernt werden. Die bereits in der vorangegangenen Sitzung genehmigten zusätzlichen fünf Dachgauben mit jeweils 1,4 Metern Breite an der Westseite und vier Gauben mit 1,4 beziehungsweise 2,3 Metern auf der Ostseite werden laut Berger „geringfügig“ verändert.

Die Ausschussmitglieder votierten einstimmig für die Änderung. Zur Bedingung für ihre Zustimmung machten sie allerdings, wie von der Bauverwaltung vorgeschlagen, dass kein viertes Vollgeschoss in dem Gebäude entstehen darf. Denn in der umgebenden Bebauung sind ebenfalls nicht mehr als drei Vollgeschosse vorhanden.

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