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Kutzenhausen

26.06.2019

Neubau: Mehr Platz in der Kutzenhauser Kinderkrippe 

Der Kindergarten St. Nikolaus in Kutzenhausen platzt aus allen Nähten. Die Gemeinde visiert deshalb in unmittelbarer Nähe den Neubau einer Kinderkrippe an. Darin sollen dann Schulkinder auch Räume für die künftige Mittags- und Nachmittagsbetreuung erhalten. 
Bild: Siegfried P. Rupprecht

In Kutzenhausen benötigen 23 Kinder einen Krippenplatz. Außerdem fehlt eine Schulkindbetreuung. Nun gibt es eine Lösung.

Der Bauausschuss der Gemeinde Kutzenhausen hatte zuletzt verschiedene Anregungen zur Planung des Neubaus der Kinderkrippe an der St.-Nikolaus-Straße eingebracht. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats sollte diesen Vorschlägen das gemeindliche Einvernehmen erteilt werden. Doch soweit kam es nicht: Bei Sitzungsbeginn lagen vom Architekten weder die neuen Planunterlagen noch die aktuelle Kostenkalkulation vor. So konnte Bürgermeisterin Silvia Kugelmann nur einen Abriss zum gegenwärtigen Projektstand geben.

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Den Anregungen des Bauausschusses zufolge sollte das neue Gebäude unmittelbar an den Altbestand angebunden und mit einem Satteldach versehen werden, um zusätzliche Raumreserven zu schaffen. Doch schnell habe sich herausgestellt, dass ein Anbau aus brandschutztechnischen und gestalterischen Gründen nicht möglich sei, informierte die Bürgermeisterin. In der nun geänderten Planung soll das Gebäude bis auf fünf Meter an den Bestand heranrücken. Die bauliche Verbindung ist im Entwurf sowohl im Keller als auch im Erdgeschoss vorgesehen. Weiter unterrichtete die Gemeindechefin das Gremium darüber, dass laut Landratsamt nicht mehr 15, sondern nur noch maximal zwölf Kinder in einer Krippengruppe untergebracht werden dürfen und der Gruppenraum etwa 40 Quadratmeter Fläche aufweisen solle. Doch bereits jetzt lägen 23 Anmeldungen für die Krippe vor, so Kugelmann weiter. Die beiden Krippengruppen im Neubau seien damit schon fast voll besetzt.

Essensraum könnte verschieden genutzt werden

Die Bürgermeisterin sieht ein weiteres ungelöstes Problem in der Kinderbetreuung, nämlich die Problematik der Mittags- und Nachmittagsbetreuung in der Schule. „Hier könnte möglicherweise der Dachraum in der Krippe herangezogen werden“, meinte sie. „Die unterschiedlichen Essenszeiten für Krippen-, Kindergarten- und Schulkinder können so eingerichtet werden, dass der Essensraum im Krippengebäude übergreifend genutzt wird.“ Die Gemeinde erspare sich damit ein zusätzliches Gebäude für die Mittags- und Nachmittagsbetreuung. Um das alles unter einen Hut zu bringen, soll das Architekturbüro daher in der neuen Planvariante eine Reihe von Änderungen umsetzen.

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„Die Kinderkrippe wird im Kellergeschoss untergebracht“, so Kugelmann. Der Keller wiederum werde auf die Grundfläche des Erdgeschoßes ausgedehnt, um möglichst drei Krippengruppen zu installieren. Weiter solle der Neubau nach Norden verschoben werden. „Im Dachgeschoss werden Räumlichkeiten für die Mittags- und Nachmittagsbetreuung der Schulkinder vorgesehen.“ Der Zugang zum Gebäude erfolge im Erdgeschoss. Im Altbau entstünden dadurch zwei zusätzliche Intensivräume. Die Container würden somit entbehrlich. Für diese Kombination unterschiedlicher Nutzungen hatte die Bürgermeisterin bereits einen Arbeitstitel parat: „Das Ganze würde dann ein ,Haus für Kinder’.“

Bebauungsplan wird geändert

Ein Teilbereich des Plangebiets Östlich der Bahnhofstraße soll erschlossen werden. Im Zuge der Kanalplanung ermittelte allerdings das beauftragte Ingenieurbüro, dass die weiterführenden Kanäle hydraulisch nicht in der Lage seien, das anfallende Regenwasser ungedrosselt aufzunehmen. Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig, den Bebauungsplan so zu ändern, dass eine Regenwasserversickerung oder Rückhaltung auf den Baugrundstücken erforderlich sei.

Querungshilfe in Rommelsried

Im Rahmen eines Bürgerantrags auf Einbau einer Querungshilfe in der Ortsdurchfahrt Rommelsried fanden mittlerweile zwei Ortstermine statt. Dabei wurden eine Mittelinsel, eine Ampelanlage, ein Zebrastreifen oder ein Rückbau der Busbuchten ins Auge gefasst. Im Rahmen der dortigen Straßensanierung soll nun sicherheitshalber ein Leerrohr für eine eventuelle Ampelanlage verlegt werden. Als Priorität regte das Gremium allerdings die Errichtung eines Zebrastreifens an.

Gewerbesteuer-Befreiung wird abgelehnt

Die Freiwillige Feuerwehr Agawang beantragte für ihr Feuerwehrfest die Befreiung von der Gewerbesteuer. Der Gemeinderat lehnt dies einstimmig ab. Er wolle damit keinen Präzedenzfall schaffen, hieß der einstimmte Tenor.

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