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25.02.2015

Neubau – und wenn ja, dann wo?

Sie gehört im Sommer zu den Hauptattraktionen in Gersthofen: die Gerfriedswelle. Doch das Freibad altert und muss saniert werden. Ein Arbeitskreis berät über die Zukunft der Gerfriedswelle und des Hallenbades.

Das Freibad Gerfriedswelle ist in die Jahre gekommen. Doch seine Zukunft ist ungewiss

Sie gehört im Sommer zu den Hauptattraktionen der Stadt Gersthofen: die Gerfriedswelle, das Freibad an der Sportallee. Doch derzeit ist noch nicht entschieden, wie die Zukunft des in die Jahre gekommenen Bads aussehen wird.

Vor 25 Jahren fiel die Entscheidung zum Neubau im Stadtrat, weil das aus dem Jahr 1957 stammende, unbeheizte alte Freibad marode war. Nach einer Bauzeit von 15 Monaten öffnete am 15. Mai 1992 an alter Stelle an der Sportallee ein modernes Erlebnisbad mit zusätzlichen Angeboten. Wie es heute bei größeren Bauvorhaben fast an der Tagesordnung ist, stiegen auch hier die Kosten von der Planung bis zur Realisierung deutlich an: Zuerst war von zwei Millionen Mark die Rede. Die Schlussrechnung machte dann 13,7 Millionen Mark aus.

Vor Baubeginn wurde im alten Freibad im Jahr 1989 noch eine Großwasserrutsche für 480000 Mark installiert. Außer dieser Wasserrutsche blieb ein Jahr später auf dem 25000 Quadratmeter großen Areal kein Stein mehr auf dem anderen. Die neue Gersthofer „Gerfriedswelle“ war von Anfang an ein starker Publikumsmagnet. Bereits im August 1993 wurde der 100000. Badegast gezählt.

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Benannt wurde das Bad nach dem Alamannen Gerfried, der urkundlich als Gersthofens Gründer erwähnt ist. Andere Vorschläge, wie Schwabenbad, Via-Claudia-Therme, Panoramabad, Lech-Bad Gersthofen, Merkur-Bad oder Gersthofer Welle fanden keine Mehrheiten.

Ein knappes Vierteljahrhundert später stellt sich dem Stadtrat und den Planern wieder das Problem einer alternden Gerfriedswelle. So mussten zuletzt im Jahr 2007 das Wellen- und des Kinderbecken wegen großer Fliesenschäden grundlegend saniert und eine weitere Rutsche installiert. Die Kosten für die Beckensanierung und die neue Breitwellenrutsche beliefen sich auf insgesamt 1,25 Millionen Euro.

Zurzeit berät ein eigener Arbeitskreis über die Zukunft der Bäder – schließlich ist das Gersthofer Hallenbad ebenfalls sanierungsbedürftig. Im Oktober 2011 wurde dem Werkausschuss von einem Fachplaner eine Studie zur Bäderentwicklung in Gersthofen vorgestellt.

Darin wurden fünf Szenarien aufgezeigt, wie es mit den Bädern künftig weitergehen könnte. Eines war die Sanierung von Hallenbad und Freibad unter dem bestehenden Konzept. Zweite Möglichkeit wäre eine Sanierung und Attraktivitätssteigerung des Hallenbads mit Sanierung des Freibads. Variante drei wäre die Sanierung des Freibads mit einem Neubau des Hallenbads am bisherigen Standort der Gerfriedswelle in der Sportallee.

Beleuchtet hatte die Studie auch einen Neubau des Hallenbads am Standort des Freibads mit Reduzierung des Angebots im Freien. Letzte Variante war der Neubau von Hallenbad und Freibad an einem neuen Standort, „auf der grünen Wiese“. Bis heute hat der Stadtrat noch nicht endgültig entschieden. Bislang wurde allerdings besonders über ein Ganzjahresbad an der Sportallee nachgedacht. (khw/lig)

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