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Landkreis Augsburg

02.01.2019

Neue App: Ein besonderer "Radar" für Radler

Bordsteinkanten, Schlaglöcher oder auch nasses Laub – das sind typische Gefahrenstellen für Radler. Der Landkreis will diese mit Hilfe einer Melde-App verringern.
Bild: Hermann Ernst

Der Landkreis ist nach einem Jahr sehr zufrieden mit Resonanz auf digitale Meldeplattform. Kommunen geben den Radfahrern viele Rückmeldungen auf ihre Infos.

Nasses Laub, das in der kalten Jahreszeit zu Rutschfläche wird? Zu hohe Bordsteine, die beim Befahren unangenehm ruckeln? Das sind zwei typische Beispiele für Mängel, die sie seit Januar über die Meldeplattform „Radar!“ an die Radverkehrsbeauftragte des Landkreises, Mareike Hartung, gemeldet werden können. Insgesamt wurden mehr als 100 Meldungen in der digitalen Karte vermerkt.

Während im Winter insbesondere Mängel im Winterdienst notiert wurden, lag der Schwerpunkt im Herbst auf wuchernden Sträuchern – Probleme, die kurzfristig gelöst werden können. „Die Meldeplattform zeigt aber auch, dass es im Landkreis immer wieder kompliziertere Fälle bezogen auf die Infrastruktur gibt, bei der Veränderungen zugunsten der Radfahrer längere Realisierungszeiträume beanspruchen“, sagt Mareike Hartung.

Asphaltabsenkungen auf dem Weg zum Badesee

Ein Beispiel: Vor einigen Monaten schon hatte ein Radfahrer auf der Plattform gemeldet, dass eine fehlende Beschilderung am Ende der Hauptstraße in Neusäß Radfahrer in eine gefährliche Falle führen könnte. An dieser Stelle ist ersichtlich, dass wenige Meter weiter in Richtung Augsburg die Fahrt mit dem Rad nicht mehr erlaubt ist. Für diesen Tipp hat sich die Stadtverwaltung Neusäß sogar bedankt – dort war man sich der Situation so gar nicht bewusst. Ein anderer Radler hat die Gemeinde Langweid darauf hingewiesen, dass es große Asphaltabsenkungen auf dem Weg zum Badesee gebe. Kurz darauf wurden die Löcher wieder aufgefüllt, meldete die Gemeinde.

Doch nicht jedes Problem lässt sich so schnell beheben. Neben beengten Platzverhältnissen spielten dabei auch die Kosten und der Personalmangel in den Kommunen eine Rolle. Hartung: „Radverkehrsförderung ist ein langfristiger Prozess, der mit viel Geduld und Durchhaltevermögen verbunden ist.“ Der Landkreis setze daher mit kleinen Bausteinen, zum Beispiel der Meldeplattform, Zeichen in Richtung nachhaltige Mobilität. Von den über 100 Meldungen sind derzeit 39 als erledigt markiert, 52 befinden sich in der Bearbeitung, acht sind neutral zu bewerten und viermal wurde ein Lob ausgesprochen. Die meisten Meldungen sind in Neusäß eingegangen (17), danach folgen Untermeitingen (zwölf) und Königsbrunn (acht). Als häufigste Kritikpunkte wurden Wegeführung (17), Sicht (zwölf) und Scherben (elf) genannt. (AL/jah)

Die Meldeplattform ist unter www.radar-online.net zu erreichen und auch als App nutzbar.

Lesen Sie hier unseren Kommentar: Was der "Radar" bringt

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