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Nutzung

13.11.2018

Neue Flüchtlinge nah an Neusäß

Das Leisergebäude ist jetzt eine Außenstelle des Ankerzentrums

Nur wenig entfernt von der Neusässer Stadtgrenze haben jetzt Flüchtlinge eine neue Unterkunft bezogen: Die Regierung von Schwaben hat am gestrigen Montag damit begonnen, im ehemaligen Leisergebäude wieder Flüchtlinge unterzubringen. Das Gebäude soll nun als zweite Augsburger Außenstelle des Ankerzentrums in Donauwörth genutzt werden.

Auf die Stadt Neusäß hat das bislang keine Auswirkungen, teilt das Rathaus mit. Weder hätte Bürgermeister Richard Greiner im Vorfeld klärende Gespräche geführt, noch hätten sich Bürger mit Fragen an die Stadt gewandt, heißt es aus der Pressestelle des Rathauses. Auch die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer der Stadt seien mit den eigenen Einrichtungen ausgelastet, berichtet deren Sprecherin Silvia Daßler.

Im Helferkreis sei die neue Einrichtung jedoch Thema gewesen, so Silvia Daßler weiter. So hätten die Ehrenamtlichen die Organisationsform der Ankerzentrums-Außenstelle bedauert. „Integration ist so nicht möglich“, so Silvia Daßler. Unter anderem hätten die Flüchtlinge im Ankerzentrum nicht einmal die Möglichkeit, selbst für sich zu kochen. „Und das ist oftmals die einzige Beschäftigung der Menschen“, erinnert die Flüchtlingshelferin.

Gleichzeitig sei man um die kleineren Unterkünfte für Flüchtlinge und Asylsuchende in Neusäß froh, in denen es sich auch mit den Ehrenamtlichen gut arbeiten lasse. Wie die Regierung von Schwaben mitteilt, sollen in dem ehemaligen Gebäude der Schuhfirma Leiser bis zu 140 Menschen, darunter auch Familien mit kleinen Kindern, aus der Türkei, Gambia und Nigeria untergebracht werden. In der Regel hätten diese ihren Asylantrag bereits gestellt und warteten nun auf den Bescheid.

Die Bleibeperspektive der Menschen am Kobelweg sei unterschiedlich, so solle auch für möglichst wenig Konfliktpotenzial gesorgt werden. Bereits im Jahr 2016 war das Gebäude schon einmal als Flüchtlingsunterkunft genutzt worden. (jah/möh)

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