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Neusäß

21.07.2020

Neue Regelung: Rainer Bartl leitet Neusässer Berufsschulzentrum

Die FOS/BOS in Neusäß (Gebäude hinten links) sind organisatorisch von den Berufsschulen getrennt – das soll auch so bleiben.
Bild: Marcus Merk, Archivbild

Plus Seit Anfang des Schuljahres sind FOS/BOS und Berufsschulen getrennt. Weil der eine Schulleiter inzwischen Bürgermeister ist, gibt es nun aber Neuigkeiten.

Dass sein Herz an der unterfränkischen Stadt Miltenberg hängt, hatte der damals gerade neue Leiter der Beruflichen Schulen in Neusäß, Bernd Kahlert, schon gleich zu Beginn seiner Tätigkeit verraten. Wie sehr, wurde aber erst kurze Zeit später deutlich: Bernd Kahlert bewarb sich um den Posten des Bürgermeisters dort – und ihm gelang auch der Sprung ins Amt. Seitdem gibt es am Beruflichen Schulzentrum in Neusäß wieder nur einen kommissarischen Schulleiter: Rainer Bartl. Doch auch das ist nur eine Übergangslösung.

Denn demnächst wird ein weiterer Leitungsposten am Schulzentrum angesiedelt: Der Ministerialbeauftragte für die Fach- und Berufsoberschulen in Südbayern zieht von Augsburg nach Neusäß um. Ein Grund: In der FOS/BOS am alten Postweg in Augsburg sind die Räumlichkeiten zu marode. Der Ministerialbeauftragte muss aber, so will es das bayerische Gesetz, selbst Schulleiter an einer eigenständigen FOS/BOS sein. Deshalb ist und bleibt die Trennung der beiden Schulen eine Tatsache.

Rainer Bartl war zunächst Schulleiter nur der FOS/BOS

Bartl ist eigentlich Schulleiter für die FOS/BOS. Für ihn ist die Verantwortung für die beiden Einrichtungen aber nichts Neues. Geteilt wurden sie erst mit Beginn des laufenden Schuljahres. Zuvor war Bartls Vorgänger Jürgen Wunderlich für beide Schulen zuständig, Rainer Bartl war jahrelang dessen Schulleiter für beide Einrichtungen. Dass es zur Teilung kommen würde, war zuvor im Landkreis Augsburg kein Thema. Schließlich wurde erst vor wenigen Jahren der Neubau der Schulen eingeweiht, der klar vermittelt: Hier lernt eine einzige schulische Einrichtung. Für den Schulleiter ist beispielsweise nur ein einziger Raum vorgesehen.

Rainer Bartl leitet kommissarisch das Berufsschulzentrum in Neusäß.
Bild: Andreas Lode

Nun hat der Grünen-Landtagsabgeordnete Max Deisenhofer im Landtag eine Anfrage gestellt, wie es organisatorisch am Schulzentrum weitergeht. Die Antwort des Kultusministeriums ist eindeutig: „Mit der Auflösung des früheren Beruflichen Schulzentrums Neusäß und der Etablierung einer eigenständigen Beruflichen Oberschule Neusäß wurden schulischerseits die Voraussetzungen für den Umzug der MB-Dienststelle Südbayern geschaffen“, heißt es von dort. Bis der MB umziehen könne, dessen Stelle zur Zeit übrigens selbst aktuell nicht besetzt ist und kommissarisch von Dietmar Bauer ausgeführt wird, kann es aber noch dauern. Wie das Kultusministerium weiter ausführt, müssten zunächst durch den Landkreis Augsburg die nötigen Räume geschaffen werden. Im aktuellen Haushalt des Landkreises gibt es einen Posten zumindest für eine Interims-Unterkunft in Containerbauten für den neuen Ministerialbeauftragten.

Bis zum Umzug des MB bietet sich ein einziger Schulleiter an

Bis es so weit sei, so heißt es in der Antwort des Kultusministeriums weiter, biete es sich aber an, die beiden Schulen am Beruflichen Schulzentrum wieder von einer Person leiten zu lassen. Weil die beiden Schulen frühzeitig getrennt wurden, ließen sich nun die Leitungsaufgaben besser erfüllen als in der ursprünglichen Form einer einzigen, sehr großen Schule.

Der Ministerialbeauftragte für FOS/BOS in Südbayern ist für den Regierungsbezirk Schwaben, die Landeshauptstadt München sowie den westlichen Teil des Regierungsbezirks Oberbayern zuständig. Seit Langem ist sein Amtssitz im Komplex aus FOS/BOS und Reischleschen Wirtschaftsschule am Alten Postweg in Augsburg, der schon lange sanierungsbedürftig ist. Aus der geplanten Brandschutzsanierung wurde inzwischen eine Generalsanierung, die nach jetzigem Stand rund 88 Millionen Euro kosten wird. (mit ziss)

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