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Adelsried

16.08.2019

Neue Sperrung auf Mega-Baustelle in Adelsried

Die neu entstehende Umgehung von Adelsried soll in den kommenden Wochen Anschluss an die vorhandene Straße nach Welden angeschlossen werden.
Bild: Foto: Andreas Lode

Die Umfahrung Adelsried ist das derzeit größte Straßenbauprojekt im Landkreis. Ab Montag ist wieder ein Stück gesperrt. 

Es ist die mit Abstand größte Straßenbauprojekt im Landkreis. Jeden Tag sind im Schnitt 20 bis 30 Arbeiter damit beschäftigt, die riesige neue Umfahrung voranzubringen. 20 Millionen Euro wird die umstrittene, 6,5 Kilometer lange Straße kosten, heißt es aus dem Staatlichen Bauamt. Immer wieder müssen Straßenabschnitte gesperrt werden. Ende 2020 soll die gesamte Umgehung fertig sein und den Holzwinkel besser anbinden. Ab Montag ist nun die Staatsstraße zwischen Welden und Ehgatten für den Gesamtverkehr drei Wochen lang gesperrt.

Staatsstraße Ehgatten–Welden: Hier fehlt noch ein etwa 600 Meter langes Teilstück der Umfahrung. Das wird ab Montag gebaut. Man habe sich dafür extra bis zu den Sommerferien Zeit gelassen, um den Verkehr nicht zu sehr zu belasten, erhärt Stefan Scheckinger vom Staatlichen Bauamt. Während der anfänglichen Arbeiten war die Strecke zwischen Ehgatten und Welden für vier Monate komplett gesperrt worden. Nun müssen sich Autofahrer erneut umstellen. Umgeleitet wird in Richtung Augsburg über Lauterbrunn, Heretsried und Adelsried. In Richtung Westen führt die Umleitungsstrecke über Reutern und Unterschöneberg nach Zusmarshausen. Die Kreisstraße A33 bleibt zwischen Ehgatten und Streitheim voraussichtlich bis Ende des Jahres gesperrt. Nach den Sommerferien, ab Montag, 9. September, können Autofahrer auf dem neuen Teilstück zwischen Ehgatten und Welden wieder fahren dürfen.

Arbeiten bis Ende des Jahres

Verbindungsstrecke Ehgatten–Streitheim: Zwischen Ehgatten und Streitheim hat der zweite Bauabschnitt begonnen. Er soll noch bis Ende des Jahres dauern. Dort laufen derzeit noch die Erdarbeiten, erklärt Scheckinger. Teilweise sei der Unterbau der Straße hier schon fertig. Im September soll mit der Asphaltierung begonnen werden. Dann wird die Sperrung der Strecke aufgehoben. Sie besteht bereits seit Anfang 2018, damals wurde mit dem Bau zweier Brücken auf der Strecke begonnen, die mittlerweile fertiggestellt sind. Große Flächen wurden gerodet, wo Bäume standen, ist jetzt eine Schneise. Die Straße wird deutlich tiefer liegen als das Gelände, es wird also einen großen Einschnitt geben. Entlang der neuen Straße soll aber nachgepflanzt werden.

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Anschlussstelle Adelsried An der Abfahrtsrampe Adelsried wird die neue Umfahrungsstraße mit einem Kreisverkehr an die bestehende Staatsstraße2032 angeschlossen. Außerdem wird hier gerade an einer Brücke über den Weldenbahnradweg gebaut. „Die Brücken kommen immer am Anfang bei derartigen Großprojekten“, erklärt Scheckinger. Im November beginnen an diesem dritten Bauabschnitt die Straßenarbeiten. Geplant ist die Asphaltierung in diesem Abschnitt im Herbst kommenden Jahres.

Kosten und Zeitplan „Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt Scheckinger. Die Fertigstellung im kommenden Jahr könne nach derzeitigen Stand erreicht werden. Auch im Winter werde man weiter auf der Baustelle arbeiten. „Auch, wenn einige Arbeiten pausiert werden müssen“, sagt Scheckinger. Asphaltieren beispielsweise könne man nur bei wärmeren Temperaturen.

Anders als der Zeitplan können die finanziellen Ziele wohl nicht eingehalten werden, heißt es vonseiten des Bauamts. Geplant waren Kosten in Höhe von insgesamt rund 20 Millionen Euro. Nun gehe Scheckinger von rund 23 Millionen Euro aus, die das Mega-Projekt kosten wird. Grund dafür sei zum einen der anhaltende Bauboom und die damit verbundene Steigerung der Kosten im Allgemeinen. Zum anderen sei man auf eine unerwartete Mülldeponie aus den 1950er-Jahren gestoßen. Dort wo die neue Trasse verlaufen soll, haben die Arbeiter Hausmüll entdeckt. Dabei handele es sich wohl im Baumüll aus den 50er-Jahren, so Scheckinger. Weil dieser entsorgt werden musste, entstanden Zusatzkosten von rund einer halben Million Euro. Etwa 1,3 Millionen Euro zusätzlich kostet eine Grundwasserwanne, die ursprünglich nicht vorgesehen war. Sie sei im Bereich der Unterführung des Weldenbahnradwegs notwendig, weil das Grundwasser hier besonders hoch liege. Insgesamthalte sich die Kostenentwicklung damit „im Rahmen“, sagt Scheckinger.

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