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Gablingen

15.12.2010

Neue vier Wände für den Kindergarten in Gablingen

Eigentlich wollten die Gemeinderäte in Gablingen für ihren Kindergarten St. Martin eine Grundsanierung. Daraus entwickelte sich nun ein anderer Plan.

Eigentlich wollten die Gemeinderäte in Gablingen für ihren Kindergarten St. Martin eine Grundsanierung.
 

Daraus entwickelte sich nun der Plan, das marode Gebäude aufzugeben und gleich in einen Neubau mit Kindertagesstätte für rund 1,5 Millionen Euro zu investieren. Mit Zuschüssen von der Regierung von Schwaben geht Bürgermeister Karl Hörmann (CSM) von 900 000 Euro Eigenkapital aus.

Beim Dach sickert weiter Wasser durch die Decke, die Fußbodenheizung wird mit Strom betrieben, der Keller ist feucht und die Fenster teilweise defekt; außerdem eignet sich das Gebäude nicht für den Ausbau zu einer Krippe. Die Mängelliste, die Planer Michael Buck den Räten aufzeigte, ist lang.

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Konzept 1 "Eine kleine, aber preiswerte Lösung wäre, das bestehende Objekt energetisch zu sanieren", sagte Buck. Diese Variante käme auf rund 760 000 Euro. Mit einem Zuschuss von der Regierung von Schwaben müsste die Gemeinde noch 610 000 Euro Eigenkapital für die Erneuerung aufbringen.

Konzept 2 Der zweite Vorschlag des Planers ist, den Kindergarten energetisch zu sanieren und gleichzeitig um eine Tagesstätte zu erweitern. "Für dieses Projekt müssten rund 1,2 Millionen Euro aufgewendet werden." Mit 20 Prozent Bezuschussung beim Kindergarten und 70 Prozent bei der Krippe könne allerdings von den öffentlichen Stellen gerechnet werden. Rund 783 000 Euro wären also noch von der Kommune zu investieren.

Konzept 3 Dies sieht vor, das alte Gebäude abzureißen und einen vollständig neuen Kindergarten auf dem 4000 Quadratmeter großen Gelände zu bauen. "Bei dieser Lösung muss mit ungefähr 1,5 Millionen Euro an Baukosten gerechnet werden", erklärte Buck. Mit Zuschüssen der Regierung kommt die Belastung für die Gablinger auf rund 900 000 Euro. Buck: "Das ist zwar die teuerste Lösung, aber das Haus würde allen Anforderungen, die es momentan gibt, entsprechen."

Thomas Wittmann (CSM) gefiel diese Variante: "Das jetzige Gebäude ist eine Energieschleuder. Bei einer Sanierung bleibt zudem die gleiche Bausubstanz." Daher sei oft ein Neubau besser. Diese Einschätzung teilte Erwin Almer (SPD): "Das dritte Konzept bedeutet für uns einen Mehraufwand von 200 000 Euro. Danach entspricht aber alles dem neuesten Standard." Bürgermeister Karl Hörmann ist wie seine Räte von den Vorteilen eines Neubaus überzeugt: "Mit einem Passivhaus ließen sich 80 bis 90 Prozent der Energiekosten einsparen."

Keine planlose Geldverschwendung

Karina Ruf (CSU) betonte, dass trotz des Investitionsvolumens von 900 000 Euro die Sinnhaftigkeit gegenüber den billigeren Alternativen unverkennbar sei: "Es ist ja nicht nur das Dach, es sind die Heizung, die Energiekosten insgesamt und die fehlenden Krippenplätze."

Die Gemeinderäte segneten letztendlich einstimmig den Weg eines Neubaus des Kindgartens für 50 Plätze zusammen mit einer Kinderkrippe mit 24 Plätzen ab. "Das weitere Vorgehen bei der Planung machen wir ohne Zeitdruck Schritt für Schritt", sagte Hörmann. Darin waren sich die Räte ebenfalls einig.

Sendemast Beim geplanten Mast für den Behördenfunk gibt es nun eine Alternativlösung für das Problem mit dem Wegerecht. Bürgermeister Hörmann sagte, dass er einen neuen Weg zum Funkturm gefunden hat. Damit sei es nun möglich, mit der Betreibergesellschaft einen Vertrag auszuhandeln.

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