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Meitingen

13.06.2018

Neuer Anlauf für ein Jugendzentrum in Meitingen

So sieht das Jugendzentrum in Nördlingen aus. In Meitingen hingegen ist das Projekt immer wieder gescheitert.
Bild: Julian Würzer (Archiv)

Ein Treffpunkt für die Jugend ist in Meitingen das Thema seit den Siebzigern. Jetzt soll es unter neuen Voraussetzungen versucht werden.

Schon in den 1980er Jahren musste Meitingens Bürgermeister Michael Higl in der Schule einen Brief zum Thema Jugendzentrum schreiben. „Seit den Siebzigern gab es drei oder vier Umsetzungen“, sagt Higl. Die Junge Bürger Union Meitingen startet jetzt einen neuen Versuch, allerdings soll es dieses Mal anders laufen. Higl denkt an einen Paradigmenwechsel.

In einem Antrag, den Marktgemeinderat Florian Möckl eingereicht hat, heißt es: „Es gibt derzeit circa 650 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren in Meitingen.“ Da diese Zahl in den kommenden Jahren sicherlich noch steigen werde, „steigt auch der Bedarf an einem öffentlichen Bereich, wo sich die Jugendlichen in ihrer Freizeit aufhalten können“, erklärt Möckl in dem Antrag. Zwischen Schule und Vereinsangebot sei am Nachmittag eine Versorgungslücke entstanden. Das liege auch daran, dass immer mehr Eltern erst abends nach Hause kämen und viele Wohnungen in Meitingen für Treffen von jungen Leuten ungeeignet seien.

Vor allem die Schulsozialarbeit gestärkt

Michael Higl erklärt, dass die Marktgemeinde in den letzten Jahren vor allem die Schulsozialarbeit, die Hortangebote und die Vereinsstrukturen gestärkt habe. Außerdem erwähnt er das Familienzentrum als Anlaufstelle bei familiären Problemen. Er gibt allerdings zu, dass ihm das Thema Jugendzentrum seit dem letzten Jugendforum in Meitingen immer wieder durch den Kopf gehe. Auch Florian Möckls Argument, dass eine Lokalität fehlt, „wo die Jugendlichen an Abenden ohne Vereinsaktivitäten oder an Wochenenden zusammenkommen können“, kann er nachvollziehen.

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Das Problem: Die Zentren seien bisher am Generationenwechsel gescheitert. „Meist hat eine sehr aktive Gruppe das Zentrum mit viel Schwung aufgebaut“, erklärt der Bürgermeister. Dann kam eine neue Gruppe und das Engagement schwand. Nach dem zweiten Generationenwechsel habe es dann Probleme und Ärger zum Beispiel mit Alkohol gegeben.

Higl setzt jetzt auf einen Paradigmenwechsel. Man müsse sich Gedanken drüber machen, ob man das Zentrum wieder allein den Ehrenamtlichen überlasse oder doch in professionelle Hände lege. Auch Florian Möckl betont das in seinem Antrag: „Wichtig erscheint mir, dass das Jugendzentrum von einer pädagogischen Fachkraft geführt wird.“ Deshalb beantragt er die Einrichtung eines „trägergeführten Jugendzentrums“. Diesem Vorschlag stehe er persönlich offen gegenüber, sagt Bürgermeister Michael Higl. Der Antrag geht jetzt in den Gemeinderat. (karrt)

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