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Biberbach

23.01.2020

Neuer Bolzplatz: Kinder applaudieren im Rat

Die Kinder im Biberbacher Ortsteil Markt wünschen sich einen Platz, auf dem sie Fußball spielen können. Es gibt zwar einen alten Sportplatz, auf dem auch zwei betagte Tore stehen, doch für ein Fußballspiel ist er heute nicht mehr zu gebrauchen. Das soll sich ändern.
Bild: Marcus Merk

Schüler aus dem Ortsteil Markt wünschen sich die Renovierung des alten Sportplatzes. Im Rat stößt die Idee auf Zustimmung. Aber es sind noch Fragen offen.

Der Publikumsandrang in der jüngsten Sitzung des Biberbacher Marktgemeinderates war immens – und drückte das Durchschnittsalter im Saal gewaltig. Viele Kinder der Grundschulklassen 4a und 4b waren gekommen, um zu sehen, was die Gemeindevertreter zu ihrem Antrag sagen.

Kurz vor Weihnachten hatten die Schüler Bürgermeister Wolfgang Jarasch einen Besuch abgestattet und darum gebeten, den alten Sportplatz am Burgholzweg im Ortsteil Markt als Bolzplatz wieder schön herzurichten. Sie würden halt gerne Fußball spielen, so das Argument der Kinder. Auf dem alten Sportplatz stehen betagte Tore, die Wiese wird von einem Landwirt gemäht, aber natürlich nicht so, wie es für ein Match nötig ist. Einen Zaun zur Ortsverbindungsstraße und zur Pferdekoppel auf der anderen Seite gibt es nicht.

Was ist nötig, um aus einer Wiese einen Bolzplatz zu machen

„Kinder wollen Sport machen, das kommt ja nicht mehr so häufig vor“, befürwortete Thomas Fischer (FW) den Vorschlag. Doch müsse man sich genau anschauen, was nötig ist, damit aus einer Wiese ein vernünftiger Bolzplatz werden kann. Vielleicht könnten sich Eltern zu Pflegearbeiten bereit erklären. Die Sicherheit der Kinder müsse gewährleistet sein, forderte Werner Sinninger (CSU). Es müsse geprüft werden, welche Sicherheitsstandards einzuhalten sind, denn die Gemeinde müsse ihrer Sicherungspflicht auf jeden Fall nachkommen.

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Die Idee sei gut und man stehe dem Antrag positiv gegenüber, so der Konsens im Rat. Allerdings müssten vor einer Zusage die Kosten und rechtlichen Standards geklärt sein. Dafür gab es vom Nachwuchs Applaus. Auch das ein eher seltener Fall in einer Gemeinderatssitzung.

Weniger Einigkeit beim Baugebiet am Steinbichl

Weniger Einigkeit gibt es bei der Frage, ob das geplante neue Baugebiet am Steinbichl, ebenfalls im Ortsteil Markt, nur von einer oder von zwei Seiten für den Verkehr erschlossen werden soll. Zwei gegensätzliche Anträge lagen dem Gemeinderat zur Entscheidung vor. Beide Anträge seien mit jeweils rund 40 Unterschriften von Unterstützern eingereicht worden, so Bürgermeister Wolfgang Jarasch. Die Anwohner des bereits bestehenden Wohngebiets Steinbichl befürchten ein stark erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Bauverkehr und die späteren neuen Nachbarn in Steinbichl II.

Die Haupterschließung sei ohnehin über eine neue Straße von der Schlossstraße her geregelt und eine zweite Möglichkeit der An- und Abfahrt schon aus praktischen Gründen nötig, so die Meinung der Mehrheit im Rat. Baufahrzeuge sollten nicht über den Steinbichl einfahren, so Franz Bayer (CSU).

Der Antrag, nur eine Zufahrt zu planen, wurde einstimmig abgelehnt, der Antrag auf zwei Zufahrten einstimmig angenommen. Der Planer soll nun Vorschläge zur Erschließung von der Schlossstraße und Sonnenstraße her erarbeiten.

Oldtimer aus der DDR kommen nach Biberbach

Der Organisator eines Oldtimertreffens in Biberbach möchte das Gemeindewappen auf der Einladung zur Veranstaltung verwenden. Im Sommer sollen Fahrzeuge aus der ehemaligen DDR ausgestellt werden. Dem stimmte das Gremium unter der Voraussetzung zu, dass die Nutzung einmalig und auf das Einladungsschreiben beschränkt ist, dass keine kommerzielle Nutzung und keine politische Werbung mit dem Schreiben erfolge.

Der Bürgermeister informierte darüber, dass die öffentliche Auslegung der Unterlagen zum Verfahren der Kapazitätserweiterung der Lech-Stahlwerke in Meitingen bis zum 29. Januar laufe. Das Werk hat beantragt, die Rohstahlproduktion von aktuell 1,1 auf 1,4 Millionen Tonnen zu erhöhen. Einwendungen könnten bis Anfang März erhoben werden, so der Bürgermeister. Die Gemeinde werde die Lärmprognosen prüfen lassen, um die Anwohner in der Zollsiedlung zu schützen.

Eine Änderung des Bebauungsplans „Geißberg V“ der Stadt Wertingen tangiere den Markt Biberbach nicht, so die Meinung im Gemeinderat. Als Nachbargemeinde werde man keine Einwendungen erheben, beschloss das Gremium.

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