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Dinkelscherben/Kutzenhausen

14.11.2019

Neuer Radweg zwischen Häder und Agawang wird asphaltiert

Zwischen Agawang und Häder sind die Baumaschinen aufgefahren. Nach langem Streit entsteht hier nun auf drei Kilometer Länge ein Radweg.
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Zwischen Agawang und Häder sind die Baumaschinen aufgefahren. Nach langem Streit entsteht hier nun auf drei Kilometer Länge ein Radweg.
Bild: Marcus Merk

Was jahrelang als unmöglich galt, wird jetzt Realität: Ein neuer Radweg zwischen Agawang und Häder wird zur Zeit asphaltiert. 

Über zehn Jahre lang wurde sich vergeblich für den Radweg bemüht. Nun entsteht er doch. Zwischen Häder und Agawang wird derzeit ein neuer Radweg asphaltiert. Die etwa drei Kilometer lange Strecke sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Streit. Lange sah es so aus, als ob das Projekt beerdigt werden müsse.

Denn eigentlich hatte der Landkreis geplant, einen Radweg entlang der Kreisstraße A1 zu bauen. Die bei Radlern beliebte Kreisstraße zwischen Agawang und Häder ist bei Einheimischen berühmt-berüchtigt. Immer wieder kommt es hier zu schlimmen Unfällen. Der Bau eines Radweges stand deshalb bereits seit 2008 auf der Prioritätenliste des Landkreises ganz oben. Geholfen hat das nichts. Der ursprüngliche Plan, den Radweg entlang der Kreisstraße A1 zu bauen, scheiterte am Grunderwerb, der nicht zustande kam. Andere Modelle kamen nicht zum Tragen, weil die Gemeinden Kutzenhausen und Dinkelscherben unterschiedliche Vorstellungen hatten. Der Radweg schien gescheitert.

Hier verläuft der neue Radweg zwischen Agawang und Häder. 

Radweg führt über den Geißberg nach Agawang

Im vergangenen Jahr aber fand man dann doch eine Lösung. Die Kutzenhauser Bürgermeister Silvia Kugelmann habe das Thema erneut auf die Tagesordnung gesetzt, sagt Dinkelscherbens Rathauschef Edgar Kalb. Der Vorschlag: eine neue Route. Der Radweg sollte nun überhaupt nicht mehr an der Kreisstraße entlang führen, sondern von Häder bis Schempach auf einer Gemeindeverbindungsstraße. Von dort soll es auf einem Wirtschaftsweg bis Agawang gehen. Das Problem: Der Landkreis finanziere eigentlich nur Radwege entlang von Kreisstraßen, erklärt Edgar Kalb. In dem speziellen Fall habe man sich aber darauf einigen können, dass der Kreis etwa 80 Prozent der Kosten für den Radweg übernimmt. Die liegen mit rund 100000 Euro weit unter dem, was die Alternative entlang der Kreisstraße gekostet hätte. Schließlich bestehet die Strecke zu großen Teilen bereits. Nur ein Weg von etwa einem Kilometer wird derzeit noch asphaltiert. Die restlichen Kosten werden zwischen Dinkelscherben und Kutzenhausen aufgeteilt. Da der zu asphaltierende Weg zu größeren Teilen auf Kutzenhauser Flur liegt, zahlt die Kommune etwas mehr als Dinkelscherben.

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Letztendlich entschieden sich Dinkelscherben, Kutzenhausen und der Landkreis gemeinsam dafür, die Variante über den Geißberg zu realisieren. Vor etwa einem Jahr erging der entsprechende Beschluss im Kreistag. Landrat Martin Sailer (CSU) und Vertreter aller Fraktionen bezeichneten ihn als vernünftigen Kompromiss im Sinne der Verkehrssicherheit. Kutzenhausens Bürgermeisterin Silvia Kugelmann warb für eine „pragmatische Lösung für mehr Verkehrssicherheit“.

Zwischen Agawang und Häder sind die Baumaschinen aufgefahren. Nach langem Streit entsteht hier nun auf drei Kilometer Länge ein Radweg.
Bild: Marcus Merk

Neuer Radweg kostet rund 100.000 Euro

Der ursprünglich geplante Radweg an der Kreisstraße wäre zwar besser einsehbar, doch „nicht besonders schön“, meint Dinkelscherbens Bürgermeister Kalb.

Immer wieder hieß es, der direkte Radweg entlang der A1 sei praktischer. Doch zwischen den beiden Orten gebe es kaum Pendler, meint Kalb. Auch zum Einkaufen fahre man als Dinkelscherber nicht mit dem Rad nach Agawang. Er gehe davon aus, dass der neue Radweg vor allem von Freizeitradlern genutzt werde. Für die sei die Strecke über den Geißberg landschaftlich deutlich schöner. Oben auf dem kleinen Berg sehe man bis nach Maria Vesperbild. Deshalb werde nun auch überlegt, an dieser Stelle einen kleinen Rastpunkt zu bauen. Konkret sind die Pläne dazu aber noch nicht.

Die Asphaltierung des neuen Radwegs soll noch im Laufe dieser Woche abgeschlossen werden. Offiziell eröffnet wird der Radweg dagegen wohl erst im kommenden Frühjahr.

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