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17.11.2017

Neuer Wohnraum in Adelsried

Bauprojekte, Kinderbetreuung, Verkehr: Darum ging es bei der Bürgerversammlung

Die finanzielle Situation in Adelsried hat sich in den vergangenen Jahren entspannt. 2,06 Millionen Euro Schulden hat die Gemeinde aktuell – das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 859 Euro. „Damit können wir zufrieden sein“, sagte Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann bei der gut besuchten Bürgerversammlung. Der Schuldenstand ist zurückgegangen, es konnten Rücklagen gebildet werden. Das waren die wichtigsten Themen der Versammlung:

Im kommenden Jahr stehen wieder einige Investitionen an. Es sei dringend notwendig, Wohnraum zu schaffen. Außerdem wird die Gemeinde 2018 mit der Straßensanierung, der Erneuerung eines Teils der Wasserleitung und der Renovierung der Betonmauern an der Staatsstraße 2032 beschäftigt sein. „Einige Pläne mussten aufgrund von Engpässen bei den zuständigen Firmen in diesem Jahr wieder zurückgestellt werden, zum Beispiel die Sanierung der Ortskanäle“, berichtete Stegherr-Haußmann. Die Kanäle im ganzen Ort sind bereits mit einer Kamera untersucht worden. In einem kurzen Video vom Wölfleweg wurde das komplexe Wurzelwerk sichtbar. „Dieser Kanal ist eine tickende Zeitbombe“, sagte Stegherr-Haußmann, „doch es ist nicht überall so schlimm.“ Der Auftrag wurde im Juni 2017 erteilt, die Arbeiten sollen im Frühjahr 2018 beginnen. Noch keinen Termin gibt es für die Hangsicherung am Schützenheim. Zwar ist die Auftragsvergabe erfolgt, jedoch gab es Bedenken der beauftragten Firma. „Im Gemeinderat wird ein Ingenieur demnächst erklären, welche Lösungen gefunden werden können“, kündigte Stegherr-Haußmann an.

Einen dringenden Erweiterungsbedarf sieht die Bürgermeisterin bei der Schulkinderbetreuung für täglich durchschnittlich 40 Kinder. Die Warteliste sei weiterhin lang. Die Kindertagesstätte Am Bächle hat Mängel. Eine Sanierung sei unumgänglich. Laut einem Gutachten über die Bodenbeschaffenheit ist eine Aufstockung der Kindertagesstätte möglich. Ob es sich lohnt, den Kindergarten zu sanieren, oder ob nicht doch ein Neubau sinnvoller wäre, ist noch nicht entschieden. Im Haus für Kinder an der Dillinger Straße wurde der neue zweite Krippengruppenraum fertiggestellt. Diese Erweiterung war notwendig, da sich in Adelsried viele junge Familien niederlassen und auch die Geburtenzahlen steigen.

Die Unterkunft für Asylbewerber in Kruichen wurde aufgelöst. Auch das Haus in der Streitheimer Straße 16 steht leer. Eine Neubelegung sei allerdings jederzeit denkbar, sagte Stegherr-Haußmann. 15 Asylbewerber sind derzeit noch in der Streitheimer Straße 18 untergebracht.

Ein wichtiges Vorhaben für 2018 ist das Baugebiet „Wölfle Ost“. Baubeginn soll September 2018 sein. Hier sollen Einzel- und Doppelhäuser sowie zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. 22 Wohneinheiten, davon acht für betreutes Wohnen, eine Gewerbeeinheit und 45 Tiefgaragenplätze sollen an der Dillinger Straße gebaut werden. Am Kohlstattweg werden im Frühjahr 2018 die Bauarbeiten für acht Wohnungen auf drei Etagen beginnen.

Der Bau der Umfahrung Adelsried hat im Sommer begonnen. Dreieinhalb Jahre wird es voraussichtlich dauern, bis die 6,5 Kilometer lange Straße fertig ist. 20 Millionen Euro kostet sie, Adelsried und Welden beteiligen sich mit insgesamt einer Million Euro. Den überwiegenden Teil übernimmt der Freistaat. Auf der Autobahn könnte eine Telematik-Anlage das Tempo regeln und so die Lärmwerte reduzieren.

Nach dem Bericht aus dem Rathaus konnten sich die Bürger zu Wort melden. Auch dabei war der Verkehr das beherrschende Thema. Dauerbrenner sind der Verkehr in der Kirchgasse und der Zulieferverkehr am Hotel Schmid und am Kohlstattweg. Die Zunahme des Anwohnerverkehrs speziell im Neubaugebiet stößt bei manchen auf Unverständnis. Auch der tägliche Kampf ums Parken sorgt für Ärger. Anwohner leiden unter zugeparkten Straßen und Grundstückseinfahrten. Der Wunsch nach einem Parkverbot an bestimmten Stellen wurde laut. Dies sei jedoch nicht Sache der Gemeinde, sondern der Polizei, betonte Stegherr-Haußmann und sagte: „Wenn die Ortsumfahrung fertig ist, wird auch weniger Straßenverkehr sein. Aber Probleme mit dem Parken wird es immer geben.“

Und wie sieht es mit Rasern im Ort aus? Speziell in der Dillinger Straße werde zu schnell gefahren. Nun wird die kommunale Verkehrsüberwachung Schwaben Mitte mit der Geschwindigkeitsmessung beauftragt.

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