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Kutzenhausen

27.02.2018

Neues Freibad soll Strandcharakter erhalten

Das Freibad in Kutzenhausen gibt es inzwischen seit fast 50 Jahren. Jetzt soll es durch einen Neubau ersetzt werden, hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Gremium diskutiert in Kutzenhausen ausgiebig über die geplanten Schwimmbecken. Am Ende aber gibt es für die Umsetzung des Bauprojekts ein einstimmiges Votum.

Bewegung kommt in die Planung für das neue Freibad. Bei ihrer jüngsten Sitzung plädierten die Gemeinderäte nach umfangreicher Diskussion einstimmig für die Umsetzung des Bauabschnitts mit den Wasserbecken. Zudem billigten sie einen Zeitplan und beauftragten die Verwaltung, Fördergelder zu beantragen. Die Baukosten werden auf rund 950000 Euro geschätzt.

Das Freibad feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen. Rund 30000 Besucher zieht es jährlich ans Wasser. Doch die Freizeiteinrichtung ist kein Glanzstück mehr. Das Mauerwerk des Schwimmerbeckens ist marode. Wiederholt wurden deshalb Sanierungen angekündigt und Grobkonzepte geschmiedet. Schließlich entschied sich die Gemeinde aber für einen Neubau, nicht zuletzt unter dem Aspekt, dass Sanierungsmaßnahmen auf Dauer zu kostspielig seien.

Im Rahmen des Projekts hat das dafür beauftragte Augsburger Büro die Überrechnung der Filteranlage vorgelegt. Daraus ergeben sich die durchsetzbare Wassermenge und damit auch die Größe der Becken für Schwimmer, Nichtschwimmer und Kinder. Geplant sei, aus dem bisher großen rechteckigen und somit eher langweiligen Becken ein attraktiveres Freibad zu gestalten, betonte Architekt Roland Rieger. Dazu werde es bestmöglich höhen- und formmäßig in das bestehende Gelände eingepasst. „Die Grundform bleibt, aber mit ein paar Kunstgriffen werde das Becken aufgewertet“, sagte der Planer. Dazu gehören integrierte Ecken mit Holzdeck, Steg und Terrasse. Damit werde gewährleistet, dass alle Generationen der Badegäste ihren eigenen Bereich haben. Hinzu kämen Sitzstufen, ein abseits errichtetes Planschbecken und eine geneigte Liegewiese mit Strandcharakter.

Architekt Roland Rieger und Badbeauftragter Anton Schmid nannten auch Zahlen. Das Nichtschwimmerbecken habe eine Wassertiefe von 40 bis 135 Zentimeter bei einer Wasserfläche von 224 Quadratmeter. Das Schwimmerbecken sei 1,60 bis zwei Meter tief und 541 Quadratmeter groß. Getrennt werden die beiden Wasserareale durch ein Edelstahlgeländer.

Nach den Schätzungen belaufen sich die Baukosten auf rund 950000 Euro. Bei diesem Volumen wird der Höchstförderbetrag von 200000 Euro erreicht. Möglich sei sowohl eine Förderung durch das Leader-Projekt als auch durch den Erholungsverein für die Region Augsburg (EVA), sagte Bürgermeisterin Silvia Kugelmann. Sie ging auch auf die bisherigen Vorarbeiten der Projektgruppe ein. Dort sei festgelegt worden, dass das neue Becken aus Ortbeton gefertigt sein müsse. „Andere Varianten, wie beispielsweise ein Edelstahlbecken, scheiden aus.“ In die Gesamtbaumaßnahme solle auch der vor allem von der örtlichen Wasserwacht gewünschte Beach-Volleyballplatz eingebettet werden.

Die Gemeinderäte diskutierten unter anderem das Aufbereitungsvolumen der Filteranlage, Sicherheitsabwägungen der Beckenumrandung, Hochwasserüberflutung, Barrierefreiheit und die nochmalige Einbeziehung der Bürger in die Planung. Der weitere Planungsverlauf sieht so aus: Spätestens bis Oktober soll der Bauantrag zum neuen Freibad zur Genehmigung eingereicht werden. Nach der Förderzusage erfolgt die Ausschreibung der Baumaßnahme im Winter 2018/Frühjahr 2019. Der Baubeginn ist für Frühjahr oder Sommer des kommenden Jahres geplant. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Projekt im Mai 2020 fertiggestellt sein.

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