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Neusäß
29.01.2021

88-Jähriger aus Neusäß feiert Geburtstag per Videochat

Claudia Beck hatte für ihren Vater Bruno zum 88. Geburtstag eine Party per Videokonferenz organisiert. Da er mit der Technik schon vertraut ist, hat alles gut geklappt - und die Überraschung war riesig.
Foto: Claudia Beck

Die Herausforderungen der Corona-Zeit erfordern manchmal, neue Wege zu gehen. Ein Senior aus Neusäß hat nun erstmals per Video Geburtstag gefeiert.

Keine Chance auf ein Familientreffen – selbst wenn es der 88. Geburtstag des Urgroßvaters ist. Das hat, wie viele andere auch, die Neusässerin Claudia Beck erfahren. Normalerweise lädt ihr Vater Bruno zu seinem Geburtstag den engsten Familienkreis zum Essen ein und reserviert dafür einen riesigen Tisch im Gasthof Schmid in Täfertingen. Denn mit zwei Töchtern, neun Enkelkindern, den dazugehörigen Schwiegersöhnen und -enkeln sowie 18 Urenkeln ist der engste Familienkreis inzwischen auf 39 Personen angewachsen. "Wir alle lieben diese Treffen, denn er feiert so nicht nur seinen Geburtstag", berichtet Claudia Beck. Das war dieses Jahr freilich nicht möglich. Doch sie hatte eine andere Idee. Feiern, das geht in Pandemiezeiten auch per Videoverbindung – und kann eine Möglichkeit auch für andere Familien sein, findet sie.

Claudia Beck erzählt aus dem Leben ihres Vaters, der erst seit wenigen Jahren in der Region lebt. 2014 zogen er und seine Frau Margret aus der Gegend von Stuttgart nach Augsburg, weil hier der größte Teil der Familie lebt. Doch dann starb Margret bereits 2016 - nach wie vor wird sie schmerzlich von Bruno vermisst. "Aber seine große Familie ist sein Lebenselixier. Und dabei spielen die Urenkelkinder die größte Rolle", ist seine Tochter überzeugt. Kontakt halte er vor allem über das Smartphone, so, wie es die Jüngeren unter sich ohnehin tun.

Schon vor Corona nutzten auch Senioren neue Medien

Und weil der Uropa schon mit der Technik vertraut ist, lag auch die Idee zu einer Geburtstagsparty per Videokonferenz nahe – so konnten wenigstens alle zusammen sein.

Neue Medien und Senioren in Pandemiezeiten: Die könnten ihnen das Leben leichter machen und für vielfältigere Kontakte sorgen, ohne sie in Gefahr zu bringen. Noch vor der Corona-Krise hat das Landratsamt für das Seniorenpolitische Gesamtkonzept das Nutzerverhalten bei Smartphone und Laptop in dieser Altersgruppe untersucht.

Dabei gab es im Bereich Neue Medien eine Frage zur Freizeitgestaltung. Hier gaben knapp 33 Prozent der Befragten an, in ihrer Freizeit täglich im Internet zu surfen. 22,4 Prozent taten dies mehrmals pro Woche. Im Gegensatz dazu gaben aber fast 30 Prozent der Befragten an, niemals im Internet zu surfen, so ein Sprecher des Landratsamts. "Zu beachten ist hierbei, dass Bürgerinnen und Bürger ab 55 Jahren bei dieser Befragung mitgemacht haben und die Nutzung des Internets in der Freizeit mit steigendem Alter stark sinkt", so der Sprecher. So nutzt beispielsweise über die Hälfte (56,8 Prozent) der 75 bis unter 85-Jährigen das Internet nie.

Über 85-Jährige nutzen das Mobiltelefon oft nur wenig

Ähnliches zeige sich beim Handy als Freizeitbeschäftigung, so der Sprecher weiter. Insgesamt betrachtet nutzen 46,8 Prozent der Befragten ihr Handy täglich, 15,6 Prozent noch mehrmals pro Woche. Auch hier sinkt die Nutzung mit steigendem Alter. Bei den Befragten, die 85 Jahre und älter sind, nutzen fast 70 Prozent das Handy nie, knapp sieben Prozent nutzen es mehrmals pro Woche und immerhin noch fast zehn Prozent nutzen es täglich.

"Ob, beziehungsweise wie sich die Corona-Pandemie auf das Nutzungsverhalten ausgewirkt hat, können wir nur spekulieren", heißt es aus dem Landratsamt. Auch die Gemeinden und Städte haben ähnliche Erfahrungen aus der Zeit vor Corona. In Stadtbergen etwa haben Jugendrat und Seniorenbeirat zusammengearbeitet, um mehrmals in Kursen der älteren Generation den Gebrauch von Smartphones näherzubringen. "Eine tolle Aktion, die gerade bei den älteren Mitbürgern super ankommt. Viele haben ein neues Smartphone, aber haben Probleme mit der Bedienung der modernen Geräte. Kinder und Enkel helfen zwar, aber gerade die Senioren trauen sich an die Technik nicht mehr ran", sagte zu Beginn des Kurses Raimund Strauch, damals Vorsitzender des Seniorenbeirats Stadtbergen.

Wichtig für Senioren: Der Kontakt zu den Jüngeren in der Familie

Tatsächlich ging es den Senioren, wie dem Vater von Claudia Beck, dabei gerade darum, mit den Jüngeren aus ihrer Familie Kontakt zu halten – und deshalb war vor allem der Gebrauch von Chat-Apps ein viel gefragtes Thema. Ulrike Schipf, die Koordinatorin der Nachbarschaftshilfe im Holzwinkel, hat sich bereits vorgenommen, Senioren den Umgang mit Smartphone und Tablet näherzubringen, sobald das wieder möglich ist. Dann können sie eine für sie besonders wichtige Funktion auch nutzen: Die Corona-Warn-App der Bundesregierung.

Zurück zur Geburtstagsparty von Claudia Becks Vater Bruno. Der wusste gar nicht, was ihn erwartete. "Vor der Zoomparty war mein Vater bei mir zum Mittagessen eingeladen. Er wusste von nichts. Als alle am Bildschirm waren, hab ich den Laptop zu ihm getragen. Er dachte erst, es sei ein Foto – wie war die Überraschung groß, als die Glückwünsche und Beiträge kamen. Er konnte es nicht fassen", erzählt sie.

88-Jähriger aus Neusäß feiert digital Geburtstag: Froh, zusammen zu sein

Überwältigt seien sie übrigens alle gewesen, erzählt sie weiter. Sicher, "es ist nicht wie beim Schmid in Täfertingen – aber es ist eine tolle Möglichkeit in diesen Zeiten und alle konnten dabei sein", sagt sie. Am Ende gab es noch ein Familienfoto per Screenshot, um diesen 88. Geburtstag festzuhalten. (jah)

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