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Neusäß
09.06.2021

Neusässer "Turnvater" Albin Lingenfelser ist gestorben

Albin Lingenfelser, hier ein Pressefoto aus dem Jahr 2000, ist im Alter von 95 Jahren gestorben.
Foto: Anne Wall (Archivbild)

Albin Lingenfelser galt als der Turnvater der Neusässer. Nun ist er im Alter von 95 Jahren gestorben.

Über Jahrzehnte prägte Albin Lingenfelser den TSV Neusäß. In der Jubiläumschronik von 2008 ist zu lesen: „1948 beginnt der 22-jährige Albin Lingenfelser, die Buben um sich zu sammeln. Auf Betreiben von Bürgermeister Adolf Rumbucher wurde der TSV Neusäß im Juli wiedergegründet. 1949 startet die Abteilung mit dem Neusäßer Turnvater Lingenfelser, der die Geschicke noch lange Zeit lenkt, selbst aktiv turnt, sich ehrenamtlich engagiert und 1974 Gauoberturnwart wird."

Doch da war noch viel mehr, wie der ehemalige, langjährige TSV-Vorsitzende Norbert Graßmeier berichtet: Lingenfelser engagierte sich ein Leben lang für den Turnsport. Er gründete mit seinen Turnern beim TSV Neusäß die erste Abteilung des Vereins nach dem Krieg. Fast 30 Jahre stand er dieser Abteilung vor. Beim TSV Steppach übernahm er ebenfalls die Turnerriege und führte sie gemeinsam mit seinen Freunden zu großen lokalen Erfolgen. Die Teilnahme an Wettkämpfen wie die Deutschen Turnfeste gehörten für Lingenfelser zum Turnen.

Neusässer Lingenfelser war Ehrenvorstand des Turngau Augsburg

Legendär waren auch die Vergleichswettkämpfe zwischen dem TSV Steppach und dem TSV Neusäß. Nach seiner Zeit als Turnabteilungsleiter des TSV Neusäß übernahm er die Funktion des Vorsitzenden des Turngaues Augsburg, deren Ehrenvorstand er bis zu seinem Tod war.

Für sein außergewöhnliches Engagement wurde Lingenfelser mehrfach ausgezeichnet. Neben den Ehrungen in den Neusäßer Vereinen (u. a. Ehrenmitglied) wurde er mit der goldenen Sportplakette der Stadt Neusäß, der Verdienstnadel in Gold des BLSV und mehreren Ehrungen des Bayerischen Turnerbundes bedacht.

Seine Frau Charlotte Lingenfelser, mit der er fast 71 Jahre verheiratet war, hat noch lebhaft in Erinnerung, wie das Turnleben das Familienleben bestimmte. „Am 11. Mai ist Albin friedlich eingeschlafen“, so seine Frau. (AZ)

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