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Neusäß

13.01.2020

Neusäß als Stadt für alle Generationen

Beim Neujahresempfang in Neusäß zieht Bürgermeister Richard Greiner Bilanz - und betonte auch die Kompromisse, die manchmal nötig seien.
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Beim Neujahresempfang in Neusäß zieht Bürgermeister Richard Greiner Bilanz - und betonte auch die Kompromisse, die manchmal nötig seien.
Bild: Marcus Merk

Bürgermeister Richard Greiner zieht Bilanz nicht nur über 2019. Kinderbetreuung, Bildung, Pflege und Umweltschutz seien wichtige Themen für die Zukunft.

Ganz im Bild einer großen Bilanz nicht nur für das vergangene Jahr, sondern über die gesamte zu Ende gehende Amtsperiode des Stadtrats blickte Bürgermeister Richard Greiner beim Neujahrsempfang der Stadt in der Stadthalle zurück. Hunderte Bürger waren gekommen, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen und sich auszutauschen. Die „Blue Notes“ um ihren Leiter Achim Binanzer sorgten dabei mit echtem Swing für die passende Umrahmung.

Die Kompromisse machten die politische Arbeit in Neusäß aus

Nicht nur das, was Stadtrat und Verwaltung in den vergangenen Jahren geschaffen oder auf den Weg gebracht haben, lag Greiner am Herzen. Das Ausbalancieren hatte in seinen Worten noch einen zweiten Stellenwert: Die Welt sei nicht nur schwarz oder weiß. Gerade die Grautöne seien es, die oft genug den Kompromiss ausmachten. Und der sei eben im politischen Geschehen kein „fauler“, sondern gerade „das Wesen unserer Demokratie“, die Möglichkeit, zueinander zu führen statt zu spalten. Auf der Hut müsse man vor eben jenen Spaltern sein, „die in Wahrheit unser System verachten“.

Viel habe sich in den vergangenen Jahren in Neusäß bewegt, so Richard Greiner weiter. Dabei sei 2019 ein strategisches Jahr gewesen: So wurde kurz vor Jahresende der Bebauungsplan für das Schuster-Areal auf den Weg gebracht, in wenigen Wochen würden die Bauarbeiten für das neue Wohnviertel mitten im Zentrum von Neusäß beginnen können. Beschlossen habe der Stadtrat auch, mithilfe eines staatlichen Förderprogramms alle sechs städtischen Schulen mit Glasfaserkabel auszustatten, um eine bessere Versorgung mit Internet zu garantieren.

Neusäß als Stadt für alle Generationen
Regierungspräsident Erwin Lohner, Bürgermeister Richard Greiner und Landrat Martin Sailer tragen sich ins Goldene Buch der Stadt ein.
Bild: Marcus Merk

Die Übergangsunterkünfte für die Grundschulkinder und die Feuerwehr in Westheim seien so gewählt, dass nun die Bauarbeiten für das neue Schul- und Feuerwehrhaus starten könnten. Auch die fünfgruppige Kindertagesstätte „Haus der Kinder“ könne in wenigen Monaten bezogen werden. Lobend erwähnte Greiner ebenso den Einsatz von Ehrenamtlichen bei der Integration von Migranten. Er sagte aber auch: Ohne eine saubere Haushaltsführung ließen sich diese Dinge nicht finanzieren. Trotz Investitionen allein im Bausektor von 27 Millionen Euro in sechs Jahren werde die Stadt Ende 2020 schuldenfrei sein.

Neusäß als eine Stadt für alle Generationen


Neusäß wolle eine Stadt für alle Generationen sein, so Richard Greiner weiter. Ein entscheidender Schritt für die ältere Generation sei dabei Anfang 2019 die gänzliche Übernahme des Pflegeheims am Lohwald gewesen. So sei es nun möglich, schnell und passend auf neue Herausforderungen im Pflegebereich zu reagieren. Ein Ausbau der Tages- und Kurzzeitpflege sei hier eine Herausforderung für die Zukunft.

Ein Thema mit vielen Facetten auch für eine Stadt wie Neusäß sei der Klima- und Umweltschutz. Hier verwies Greiner auf verschiedene Bausteine, wie Umweltbildung schon für Kinder mit dem Bienenklassenzimmer, den seit Jahren laufenden energetischen Sanierungen öffentlicher Gebäude oder Verbesserungen im öffentlichen Personennahverkehr. Die müsse man jedoch auch immer wieder hinterfragen: Wenn ein Bus schließlich immer wieder nur mit einem oder zweien Passagieren fahre, dann sei auch das nicht umweltgerecht und müsse auf den Prüfstand.

Bürgermeister Greiner dankte zwei Lebensrettern

Zwei Neusässern konnte Richard Greiner seinen besonderen Dank aussprechen: Petr Smilek und Mirko Jovicic, beide im Titania tätig, hatten im vergangenen Jahr jeweils einem Badegast mit gesundheitlichen Problemen durch ihr beherztes Eingreifen das Leben gerettet. Die volle Unterstützung für die Stadt auf ihrem Weg zum schwäbischen Exzellenzstandort für Bildung sicherte Landrat Martin Sailer der Stadt Neusäß zu. Er hatte sich zuvor gemeinsam mit Regierungspräsident Erwin Lohner in das Goldene Buch der Stadt eingetragen.

Und noch ein Thema sprach Sailer an: „Die Dritten Gleise werden zu einer Jahrhundert-Entscheidung“ und nur mit einem weiteren Schienenstrang sei im Augsburger Westen die Verbesserung des Nahverkehrs möglich.

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