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Neusäß

30.09.2016

Neusäß hat wieder einen Supermarkt in der Stadtmitte

Gestern eröffnete an der Hauptstraße in Neusäß ein neuer Netto-Markt. Der Edeka an gleicher Stelle ist abgerissen worden.
Bild: Marcus Merk

Ein neuer Netto-Markt hat eröffnet. Wie es mit dem Schuster-Areal nun weitergeht

Endlich haben die Neusässer auch im Stadtzentrum wieder einen großen Supermarkt: Gestern eröffnete an der Hauptstraße an der Stelle, wo früher ein Edeka war, ein Netto-Markt.

Das vorige Marktgebäude musste abgerissen werden, weil es nicht mehr dem neuesten Standard entspricht, erklärt Andreas Mueller vom planenden Architekturbüro Wunderle und Partner. Zudem war das Bauprojekt recht kompliziert, da der Markt auf der bestehenden Tiefgarage errichtet wurde, auch die Einfahrt musste verlegt werden. Die Bauzeit betrug sechs Monate. Der Netto-Markt mit Backstation zählt laut Firmenangaben mit 1200 Quadratmetern zu den größten und modernsten in Süddeutschland.

Zur Eröffnung kamen neben der Eigentümer-Familie Schuster mit Investor Johann Schuster, den Architekten Andreas Mueller, Christian Essler und Eberhard Wunderle auch Bürgermeister Richard Greiner und einige Stadträte.

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Doch der Supermarkt ist nur das erste kleine Puzzleteil des großen Schuster-Areals. Hier sollen etwa 110 Wohnungen mit Tiefgarage und Spielplätzen und weitere Geschäftsräume entstehen. Der Platz vor dem Gasthaus Schuster soll neu gestaltet werden, neue Läden und ein Café können sich ansiedeln. Das bestehende Hotel soll dann generalsaniert werden.

Die Bahn will, dass die Stadt eine Unterführung baut

Dies alles sieht die Planung vor, die in den vergangenen zwei Jahren immer wieder in den Gremien beraten wurde. Denn gleichzeitig macht sich die Stadt natürlich auch Gedanken über die Gestaltung des öffentlichen Raums, die künftige Verkehrssituation, die Parkplätze und die Fuß- und Radwege, die durch das Gebiet und drumherum führen sollen. Für die Hauptstraße ist ein Kreisverkehr im Gespräch. Auch etliche günstige Sozialwohnungen sollen gebaut werden. Ein großes Problem ist noch die Überquerung der Bahnlinie südlich des neuen Wohnbaugebiets: Hier sähe die Bahn gerne eine Unterführung, dies lehnt die Stadt aber aus Kostengründen ab. „Wir halten die sicherheitstechnischen Bedenken der Bahn für überzogen und halten einen ebenerdigen Übergang für ausreichend“, so Stadtbaumeister Dietmar Krenz gegenüber unserer Zeitung. Den gleichen Übergang gebe es ja weiter vorne in der Oskar-von-Miller Straße und das sei problemlos. Auch die Mitglieder im Planungsausschuss äußerten sich vergangene Woche in diesem Sinne. Denn eine Unterführung könnte die Kosten empfindlich in die Höhe treiben.

So sind noch einige wichtige Details bei der Planung zu beachten und zu entscheiden, bevor Investor Johann Schuster mit der Realisierung seiner Baupläne beginnen kann. Nächste Woche steht das Schuster-Areal wieder auf der Agenda im Planungsausschuss.

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