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Neusäß

25.01.2019

Neusässer Tunnel ist am Montag gesperrt

Am kommenden Montag wird der Tunnel an der Neusässer Umfahrung für mehrere Stunden gesperrt, damit Wartungsarbeiten durchgeführt werden können. 
Bild: Marcus Merk

Zwischen 9 und 16 Uhr ist die Strecke zu. Warum die Stadt Neusäß das Bauwerk an den Freistaat Bayern übergeben will.

Am kommenden Montag müssen sich Autofahrer an der Umgehungsstraße Neusäß auf Staus und längere Wartezeiten im Berufsverkehr einstellen. Denn die Stadt wird am 28. Januar zwischen 9 und 16 Uhr den Neusässer Tunnel für alle Fahrzeuge komplett sperren. Der Verkehr wird über die Haupt- und Augsburger Straße in Neusäß umgeleitet. Der Grund dafür sind Wartungsarbeiten am Tunnelbetrieb.

Ralf Seemiller vom Bereich Tiefbau am Bauamt der Stadt Neusäß erklärt, was alles gemacht werden muss: „Es werden die Beleuchtungskörper kontrolliert, defekte Lampen ausgetauscht, die Löschwasserschränke und die Brandschutztechnik überprüft.“ Zwei Mal im Jahr stünden solche Wartungsarbeiten an, erklärt Seemiller. „Im August haben wir bereits die Lampen kontrolliert. Das konnten wir auch nachts durchführen.“

Drei gute Gründe für die Sperrung

Dieses Mal müsste der Tunnel aber tagsüber gesperrt werden, sagt Seemiller. „Erstens bekomme ich für die Nacht gar nicht alle Baufirmen her, die zum Beispiel die Kanalarbeiten erledigen. Zweitens ist der Lärmpegel unerträglich, wenn die Autos auf einer Spur durch den Tunnel fahren. Und drittens ist die Vollsperrung aus Sicherheitsgründen das Beste für die Leute, die im Tunnel arbeiten müssen.“

Die Stadt Neusäß gibt diese Wartungsarbeiten in Auftrag, dabei müsste der Tunnel an der Umgehungsstraße Neusäß komplett saniert werden. Seit Jahren schiebt die Stadt das Projekt von Haushalt zu Haushalt. Der Grund: Die Sanierung des 17 Jahre alten Tunnels würde geschätzt mindestens drei Millionen Euro kosten. Deshalb ist das langfristige Ziel der Stadt, dass die Umgehung inklusive Tunnel wegen ihrer hohen Verkehrsbedeutung an den Freistaat Bayern übergeht. Im Gegenzug würde die Stadt die Zuständigkeit für die Hauptstraße bekommen, denn sie ist eine wichtige Achse für die Gestaltung der Stadtmitte.

Aktuelle Sicherheitsstandards kommen in den Tunnel

Ralf Seemiller bestätigt dieses Vorhaben: „Ja, das ist der aktuelle Stand. Allerdings wird der Freistaat Bayern erst dann die Umgehung übernehmen, wenn die aktuellen Sicherheitsstandards in den Tunnel eingebaut wurden.“ Dazu zählt unter anderem, dass Videokameras und Lüfter montiert werden und die Brandmeldeanlage auf den neuesten Stand gebracht werden muss.

Im Moment befindet sich laut Seemiller die Betriebstechnik noch auf dem Stand der 1990er-Jahre. „Die Anlage funktioniert gut, aber sie muss modernisiert werden. Die Technik einzubauen, ist ein schwieriges Vorhaben. Wo bringt man die ganzen Geräte und Kabel unter? Es ist immer kompliziert, im Bestand zu bauen.“

Derzeit befindet sich die Stadt Neusäß laut Seemiller noch in der Planungsphase. Erst wenn diese abgeschlossen ist, kann die Modernisierung der Sicherheitstechnik beginnen. „Wenn alles ausgeführt ist, ist der Freistaat Bayern bereit, den Tunnel an der Umgehung zu übernehmen.“

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25.01.2019

Man bekommt nicht alle Baufirmen für Nachtarbeiten?!? Ganz klar, wahrscheinlich will man die erhöhten Kosten nicht tragen und die Autofahrer und Anwohner an der Umleitungsstrecke sind die Dummen. Aber das stört das Bauamt nicht. Wenn man aber den Volkswirtschaftlichen Schaden durch so eine "Tagessperre" berechnet, kommt man auf Summen, die erheblich sind! Aber das zahlen ja andere!

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