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Bayerns Ministerpräsident Söder will Corona-Regeln in Kommunen an Grenzwerte koppeln
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21.03.2009

Nicht mit heißer Nadel stricken

Langsam lichten sich die Nebel, unter denen das Konjunkturpaket geschnürt worden ist. Und so sind Gemeinden landauf, landab jetzt fleißig dabei, Projekte zu finden, für die sie auf eine staatliche Förderung von 87,5 Prozent hoffen können.

Schule, Schule, Schule, altes Rathaus - so lautet die Prioritätenliste in der Stadt Neusäß. Schule, Kindergarten, Schule - so hat Gersthofen die Rangfolge aufgestellt. Nicht nur in diesen beiden Fällen sind die Kommunalpolitiker darauf angewiesen, welche Vorschläge ihnen die jeweiligen Bau- und Finanzverwaltungen machen. Diese sollten die Vorgaben von Bund und Land am besten kennen. In Neusäß ging der Stadtrat sogar so weit, dass er die Verwaltung ermächtigte, die Prioritätenliste eigenmächtig zu verändern, wenn dadurch die Erfolgschancen erhöht werden.

Gersthofen hat mit der Sanierung seiner Hauptschule ein Projekt angemeldet, das wohl kaum den kritischen Augen der Auswahlkommission bei der Regierung von Schwaben standhalten wird. Das weiß die Verwaltung, das ahnen die Stadträte. Ein Mammutprojekt mit über 15 Millionen von heute bis zum Jahr 2011 durchzupeitschen - bis dahin müssen die Schlussrechnungen vorliegen - ist unmöglich. Gersthofen würde dabei Gefahr laufen, sich in ein finanzielles wie planerisches Abenteuer zu stürzen.

Trotz der Verlockungen des Konjunkturpakets gilt immer noch der Grundsatz: Lang planen, kurz bauen. Und mit 66 Prozent Zuschuss aus den normalen Töpfen lässt sich eine Hauptschule ebenfalls ganz respektabel sanieren.

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