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Meitingen

20.09.2019

Noch ein Solarpark für Meitingen

Mit Solarzellen will SGL eigenen Strom gewinnen.
Bild: Marcus Merk

Die Firma SGL will eine Fläche auf dem eigenen Werksgelände nutzen und die Energie auch selbst verbrauchen. Die Pläne stoßen aber nicht nur auf Zustimmung.

Bislang gibt es in Meitingen keinen Solarpark. Doch nun wollen fast gleichzeitig zwei Unternehmen Sonnenstrom aus Freiflächenanlagen gewinnen. Mit den entsprechenden Anträgen beschäftigte sich der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

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Da sind zum einen die Lechwerke. Diese beabsichtigen, dafür zwei Flächen in der Nähe des Umspannwerkes in Meitingen zu nutzen. Außerdem will die SGL auf einer Fläche von 38.000 Quadratmetern – das entspricht der Größe von etwas mehr als fünf Fußballfeldern – einen Solarpark errichten. Die erzeugte Energie soll im Unternehmen genutzt werden. Das dafür ins Auge gefasste Areal liegt auf dem Werksgelände in der Nähe des Lechkanals. Um den Solarpark errichten zu können, muss das Unternehmen entsprechende Ausgleichsmaßnahmen vornehmen. In diesem Fall sollen Gehölze gepflanzt werden.

Bürgermeister Michael Higl erklärte, dass laut Auskunft von SGL geprüft worden sei, ob die Anlagen auch auf den Dächern der Hallen montiert werden könnten. Doch dies sei nach den Berechnungen von SGL nicht rentabel.

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Begeisterung der CSU-Fraktion hält sich in Grenzen

Die Begeisterung der CSU-Fraktion über Solarparks in Meitingen hält sich in Grenzen. Sprecherin Claudia Riemensperger erklärte, dass man im Zuge der Energiewende fast nichts dagegen sagen könne. Außerdem frage sie sich, wo denn künftig die Erweiterungsflächen von SGL vorgesehen sind, wenn dieses Areal für die Aufstellung der Module verwendet werden soll. Allerdings kam sie zu dem Schluss, dass man es unterstützen solle, wenn der Konzern sein grünes Gewissen entdecke.

Fabian Mehring von den Freien Wähler erklärte, dass man diese Pläne der SGL „leidenschaftlich“ unterstützen solle, wenn man die dezentrale Energiewende wolle. Eine ganz andere Meinung vertritt dagegen Christian Deisenhofer (Junge Bürger Union). Er bezeichnete das Projekt als „Grünmalerei“. Wenn ein Betrieb etwas in diese Richtung unternehmen wolle, solle er die Gebäude so planen, dass die Anlagen darauf montiert werden können. Bei einem Solarpark würde dagegen zu viel Fläche verbraucht.

Dem widersprach Annemarie Probst von den Grünen. Sie hielt es für wichtig, dass das Gremium dem Antrag zustimmt. Schließlich einigte sich das Gremium darauf, ein Bebauungsplanverfahren auf den Weg zu bringen, um den Solarparks zu ermöglichen.

Direkte Anwohner gibt es keine

Etwas weiter im Verfahren sind bereits die Pläne der Lechwerke, die auf zwei Flächen in der Nähe des Umspannwerkes in Meitingen Solarparks errichten wollen. Ein Areal ist rund 10.000 Quadratmeter groß. Das entspricht der Fläche von eineinhalb Fußballfeldern. Die Fläche liegt am Umspannwerk und am Lech. Direkte Anwohner gibt es keine. Das ist bei der zweiten, 3400 Quadratmeter großen Fläche anders. Diese liegt neben dem Bauhof beziehungsweise dem Bayerischen Roten Kreuz (in Richtung Lech) und grenzt an die Bernhard-Monath-Straße an. Das Problem: Auf der Nord- und Ostseite des geplanten Solarparks gibt es Anwohner. Einige fürchten die Blendwirkung, die von den Modulen ausgehen könnten.

 Aus diesem Grund hatte der Gemeinderat bereits festgelegt, dass die Anlagen einen Abstand von zehn Metern zur Straße haben sollen. Laut Higl haben die Module einen Neigungswinkel zwischen zehn und 25 Grad. Somit gehe die Blendwirkung vorwiegend nach oben. Werner Grimm (SPD) erklärte, dass sich Anwohner geäußert hätten, denen die Pläne nicht gefallen. „Aber es wird nicht immer alles allen gefallen“, sagt er. Schließlich billigte der Rat den Plan, der demnächst öffentlich ausgelegt wird.

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