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Kutzenhausen

02.07.2015

Noch eine Gemeinde stimmt gegen die Bahn-Resolution

Bahnhof Neusäß Zug Deutsche Bahn Drittes Gleis Schienen

Gemeinderat hält sich mit Unterstützung für Zusmarshausen zurück. Die Nachbargemeinde macht derzeit gegen die möglicherweise geplante Fernverkehrstrasse mobil. Aber Kutzenhausen sieht teilweise sogar Vorteile in der neuen ICE-Trasse.

Kutzenhausen Nun sind es schon zwei: Nach der Stadt Gersthofen hat eine weitere Gemeinde aus dem westlichen Landkreis der Zusmarshauser Resolution gegen die geplante Schnellzugtrasse eine Absage erteilt. Der Gemeinderat von Kutzenhausen wird die Resolution ebenfalls nicht unterzeichnen. Hintergrund ist die Planung einer ICE-Bahnstrecke entlang der A8 zwischen Augsburg und Burgau. Mit einer Resolution macht Zusmarshausen seit Wochen gegen das Projekt mobil und wirbt eifrig um Mitstreiter. Die Marktgemeinde rechnet mit einer erheblichen Beeinträchtigung ihrer Ortsteile und sieht zudem den dreigleisigen Ausbau der Strecke Augsburg-Dinkelscherben gefährdet.

Mit einer gemeinsamen Resolution sollen die Pläne zu Fall gebracht werden. In Kutzenhausen reagierte man gelassen. „Die Trasse würde auch das dritte Gleis nicht verhindern“, sagte Gemeinderat Georg Rapp, der für die CSU im Kreisrat sitzt. Für Zusmarshausen hätte man durchaus Verständnis, aber so richtig konnte sich kaum einer vorstellen, dass das Trassenprojekt real werden könnte. „Sieht man sich die Erdbewegungen an der A8 an, ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass die dort in zwei Jahren wieder alles aufmachen“, fand Rapp.

Für Rudolf Kaiser (CSU) hätte die Bahntrasse sogar etwas für sich. Schließlich würde die auch Kutzenhausens Nahverkehrsanbindung aufwerten. So richtig ließ sich der Gemeinderat nicht für die gemeinsame Sache erwärmen. Neben der Bürgermeisterin war nur Johannes Spatz für den gemeinsamen Weg zu begeistern. Der Antrag auf eine Unterstützung wurde abgelehnt. Die Rathauschefin zeigte sich nach der Sitzung enttäuscht. „Es wäre wichtig gewesen mit einer Stimme zu sprechen.“ Diese hätte dem Landkreis mehr Stärke verleihen können. Über den Wortlaut der Resolution ließe sich zwar streiten, sagte sie, „aber die Einigkeit wäre wichtig gewesen.“

Das hatte auch Landrat Martin Sailer immer so gesehen. Der Bau des dritten Gleises sei für den Landkreis wichtig, ein Votum gegen die Resolution sei dabei „wenig hilfreich“, hatte er bereits nach der Gersthofer Entscheidung gesagt. Die war auch beim direkten Nachbarn Neusäß nicht gut angekommen. Bürgermeister Richard Greiner hatte sich entsetzt gezeigt. In der Stadt hofft man mit dem Bau des dritten Gleises seit Langem auch auf Verbesserungen beim Lärmschutz.

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