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Gemeinderat Adelsried

15.05.2014

Noch kein Radweg nach Bonstetten

Zwischen Bonstetten und Adelsried wird es vorerst keinen Radweg geben.
Bild: Symbolbild: Patrick Pleul/dpa

Das Gremium lehnt die Initiative der Bürgermeisterin ab

Adelsried Zumindest vorerst wird die Gemeinde im Holzwinkel das Anlegen eines Radwegs neben der sanierten Verbindungsstraße in die Nachbargemeinde Bonstetten nicht in Angriff nehmen. Da eine staatliche Förderung nicht sicher ist und die aktuelle finanzielle Belastung angesichts des zu erwartenden eher geringen Nutzens zu hoch sei, lehnte der Gemeinderat dieses Projekt ab und überstimmte damit auf seiner Sitzung am am Dienstagabend Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann.

Gemeinsam mit ihrem Bonstettener Bürgermeister-Kollegen Anton Gleich hatte sie die Weichen für die Vorbereitung eines Radwegs im Zuge des Straßenumbaus gestellt. Rund 28000 Euro wären jeweils auf beide Gemeinden zugekommen. Und Fördermittel des Staates im Rahmen des Radwege-Ausbaus in Bayern konnten in naher Zukunft durchaus erwartet werden. Einen entsprechenden Antrag hat Bonstetten bereits gestellt. Unter dem Strich wären somit angesichts der etwa 50-prozentigen staatlichen Zuschüsse mit den vorab eingesetzten 28000 Euro die Kosten für den 100000 Euro teuren Endausbau des Radwegs bereits beglichen gewesen.

Plakatrahmen für Werbung und Mittelstreifen abgelehnt

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Einstimmig abgelehnt hat der Gemeinderat auch das Anliegen des Telefon- und Datennetzbetreibers M-net, an seinen acht Verteilerkästen im Ort Plakatrahmen zu Werbezwecken anzubringen. Man beruft sich dabei auf ein bestehendes Plakatierungsverbot. Eine Sondergenehmigung müsse als Präzedenzfall gewertet werden und öffne somit die Türen für andere Firmen.

Ebenfalls keine Zustimmung fand das Anliegen eins Bewohners, in der engen Ortsverbindungsstraße nach Streitheim aus Sicherheitserwägungen eine Mittelstreifen anzulegen. Abgesehen davon, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge wegen ihrer Breite ständig den Mittelstreifen überfahren müssten, dürfte sich nach Ansicht des Gemeinderats die Sicherheit der Straße nicht verbessern – von den Kosten, die von der Geinde zu tragen wären, ganz abgesehen.

Mit zwölf zu zwei Stimmen befürwortete der Gemeinderat dagegen den Bauantrag zur Errichtung eines 45 Meter hohen Gittermastes für den Funkverkehr nahe der Streitheimer Straße. Auch der „Abgrabe-Antrag“ zum Abbau von 15000 Kubikmeter Sand in der Nähe des Autobahnanschlusses wurde abgenickt. Das Terrain soll danach rekultiviert und für die landwirtschaftliche Nutzung wieder hergestellt werden.

Mit Tempo 100 rasen manche Autofahrer durch den Ort

Positiv beschied der Gemeinderat auch die Bauantrgäge für drei Einfamilienhäuser bevor er sich mit der gewünschten Verkehrsberuhigung in der Dillinger Straße beschäftigte. Die Bürgemeisterin berichtete über vierwöchige Geschwindigkeitsmessungen mit doch bedenkenswerten Ergebnissen: Fast 40 Prozent der Fahrer waren bei der Ortsdurchfahrt schneller als erlaubt unterwegs, teilweise sogar mit knapp unter und knapp über Tempo 100. Aus rechtlichen Gründen sind weder eine Geschwindigkeitsbegrenzung noch sonstige „Einbremsvorrichtungen“ möglich. Und provisorische Inseln sind – abgesehen von der Frage einer günstige Poitionierung – nur bei gleichzeitiger Bordsteinabsenkung, die einige tausend Euro verschlingen würde, möglich. Der Gemeinderat will weiter nach einer Lösung suchen und regt nochmalige Geschwindigkeitsmessungen an. Die Bürgermeisterin will erneut mit dem Bauamt sprechen. Obendrein will man zunächst ein Warnschild für die Autofahrer „Vorsicht Kindergarten“ anbringen.

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