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Finanzen

18.06.2018

Nordendorf plündert den Sparstrumpf

Die Gemeinde macht aber keine neuen Schulden.

Mit einem Volumen von knapp 8,3 Millionen Euro bleibt der Haushalt der Gemeinde Nordendorf in diesem Jahr knapp unter dem Rekordetat von 2017. Nach einer ausführlichen Präsentation durch Marco Schopper, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Nordendorf, beschloss der Gemeinderat einstimmig den gemeindlichen Finanzrahmen für 2018.

Der Haushalt kommt ohne Kreditaufnahmen aus. Die Hebesätze für die Grundsteuer bleiben wie seit vielen Jahren unverändert. Der Sparstrumpf wird dagegen geplündert, das heißt, die vorhandenen Rücklagen werden vollständig eingesetzt. Bürgermeister Elmar Schöniger hatte noch kurzfristig angeregt, die verbliebenen 200000 Euro mit zu veranschlagen, um bei Grundstücksgeschäften flexibel zu sein.

Der Verwaltungshaushalt umfasst insgesamt rund vier Millionen Euro. Größte Einnahmepositionen sind die Einkommensteuerbeteiligung mit gut 1,5 Millionen Euro und die Schlüsselzuweisungen mit 529000 Euro. Die Gewerbesteuer ist mit 380000 Euro zurückhaltend angesetzt. Nachdem im vergangenen Jahr 745000 Euro flossen, hofft man auf tatsächlich höhere Einnahmen.

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Größter Ausgabeposten im neuen Haushalt ist die Kreisumlage mit 1,08 Millionen Euro. Hinzu kommen weitere Umlagen für die Verwaltungsgemeinschaft (271000 Euro), Gewerbesteuer (120000 Euro), Schulverbände (217000 Euro) und Abwasserzweckverband (148000 Euro). Weiter steigen wird voraussichtlich das Defizit bei der Kindertagesstätte. Dieses betrug im Jahr 2017 rund 216000 Euro.

Mit 4,3 Millionen Euro ist das Volumen des Vermögenshaushalts noch etwas höher. Die meisten Einnahmen kommen aus Grundstücksverkäufen, Erschließungsbeiträgen und Zuschüssen. Auf der Ausgabenseite schlagen Grunderwerbskosten und Ausgaben für Baumaßnahmen zu Buche.

Dabei ist auch bereits ein Teil der Kosten für die Erweiterung von Schule und Kindertagesstätte veranschlagt. Ob mit dem Bau in diesem Jahr tatsächlich noch begonnen werden kann, ist allerdings bislang nicht sicher. Nachdem die Erschließung des Baugebietes Schusterweg in Kürze startet, werden die hierfür veranschlagten Ausgaben wohl anfallen. Für den Ortsteil Blankenburg sind größere Ausgaben für den Hochwasserschutz, das Feuerwehrhaus und ein Feuerwehrfahrzeug eingeplant.

Der Schuldenstand beträgt zum Jahresende 2018 voraussichtlich 550000 Euro. Mit 232 Euro je Einwohner liegt die Gemeinde damit deutlich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Kommunen in Bayern. Derzeit besteht noch eine Rücklage von einer Million Euro.

Die Einwohnerzahl steigt stetig weiter an. Nach der amtlichen Statistik betrug diese Ende 2016 2370. Aktuell sind 2511 Personen in Nordendorf gemeldet.

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