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Nordendorf

26.02.2019

Nordendorf wächst immer weiter

Das Nordendorfer Wohngebiet "Sonniger Südwesten" auf einer Ausnahme vom September 2017.
Bild: Steffi Brand (Archiv)

Der Ort hat jetzt mehr als 2500 Einwohner. Das wirkt sich nicht nur auf die Finanzen aus.

„Wie wollen wir künftig mit unserem Altort umgehen?“ Um diese Frage zu klären, werden die Nordendorfer Gemeinderäte vielleicht bald in Klausur gehen. Anlass ist eine Bauvoranfrage, wonach in einem Anwesen in der Schmutterstraße ein sogenannter Dreispänner geplant ist. Dabei handelt es sich um ein Reihenhaus, bei dem die Gebäudeteile hintereinander angeordnet sind.

Das Vorhaben liegt im Bereich des Bebauungsplans Nr. 14 „Alter Ortskern – Teilgebiet A“. Der Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1999 und entspricht nicht mehr aktuellen Gegebenheiten. Deshalb mussten bei Bauvorhaben meist Ausnahmen und Befreiungen zugelassen werden. Auch die aktuell angefragte Bebauung passt nicht in den Rahmen des Bebauungsplans.

Stadtplaner beruft eine Klausurtagung ein

Städteplaner Werner Dehm vom Büro Opla, der die Gemeinde seit vielen Jahren berät, berief eine Klausurtagung ein, bei der sich die Gemeinderäte über die künftige Entwicklung und Gestaltung des Altortes Gedanken machen. Auf Wunsch würde sein Büro die Moderation übernehmen. Um keine Vorwegfestlegungen zu treffen, wurde eine Entscheidung über die Bauvoranfrage für den „Dreispänner“ noch zurückgestellt. Die Gemeinde hat bereits im vorigen Jahr die Aufstellung eines Bebauungsplans „Westlich der Schule“ beschlossen. 

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Dabei sollen die Sonderregelungen nach Paragraf 13b des Baugesetzbuches in Anspruch genommen werden. Das bedeutet, dass keine Änderung des Flächennutzungsplanes, kein Umweltbericht und keine umweltfachlichen Ausgleichsflächen notwendig sind. Dehm erläuterte, dass das Verfahren bis Ende 2019 starten müsse. Der Gemeinderat wird sich nach den Sommerferien mit der konkreten Planung befassen. Marco Schopper, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Nordendorf, stellte in der Sitzung den Entwurf des Verwaltungshaushalts 2019 vor. In einer Präsentation zeigte er die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben über die letzten Jahre und den aktuellen Kostenansatz auf. Die Einwohnerzahl hat sich seit 2013 um über zweihundert Personen auf aktuell 2505 erhöht. Das Volumen des Verwaltungshaushalts hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf heuer 4,247 Millionen Euro in etwa verdoppelt.

Abwassergebühren werden steigen

Während die Einnahmen bei der Grundsteuer weitgehend konstant sind, ergaben sich bei der Gewerbesteuer zum Teil große Schwankungen. 2009 nahm die Gemeinde nur 109.000 Euro ein. 2017 flossen 746.000 Euro. Für das laufende Jahr werden 487.000 Euro angesetzt. Eine wichtige Einnahmequelle stellt die Einkommensteuerbeteiligung dar. Sie lag 2012 erstmals über einer Million, jetzt sind 1.636.000 Euro veranschlagt. Die Einnahmen aus Abwassergebühren werden aufgrund der bereits vorgenommenen Preisanhebung steigen. Ob für 2020 bereits eine Neukalkulation notwendig ist, bleibt noch zu prüfen. Laut Bürgermeister Elmar Schöniger hat sich die Erwartung, dass sich die Kosten für die Neuberechnung der Anschlussgebühren durch ein Fachbüro durch Mehreinnahmen amortisieren würden, bei Weitem nicht erfüllt.

Auf der Ausgabenseite stellt die Kreisumlage mit 1,25 Millionen Euro den größten Posten dar. Bürgermeister Schöniger merkte an, dass er die Belastung der Kommunen für zu hoch halte. Mit 288.000 Euro fällt die Umlage für die Verwaltungsgemeinschaft ebenfalls deutlich höher aus als bisher.

Größeres Defizit für die Kindertagesstätte

Deutliche Steigerungen sind auch bei den Umlagen für die Schulverbände zu erwarten. Weiter steigen wird auch das Defizit für die Kindertagesstätte. Hier werden 2019 etwa 340.000 Euro erwartet. Insgesamt errechnet sich für die Zuführung zum Vermögenshaushalt gerade einmal der Mindestbetrag von 217.500 Euro. Letztlich erhofft man sich aber am Ende des Jahres bessere Zahlen, da weiter an dem bewährten Prinzip festgehalten wurde, dass Einnahmen zurückhaltend und Ausgaben eher großzügig veranschlagt werden. (nit)

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