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Nordendorf

30.07.2019

Nordendorf will bauen, der Bürgermeister flippt aus

Auch in der letzten Sitzung vor der Sommerpause drehte sich im Nordendorfer Gemeinderat alles um das Thema Bauen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Vor der Sommerpause dreht sich bei den Beratungen alles um ein Thema. Dabei kommt es immer wieder zu Überraschungen.

Auch in der letzten Sitzung vor der Sommerpause drehte sich im Nordendorfer Gemeinderat alles um das Thema Bauen. Zwei Bauanträge wurden durchgewunken, obwohl diese erheblich von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Alter Ortskern – Teilgebiet A“ abweichen.

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Bei den beiden Vorhaben in der Schmutter- und in der Kirchstraße werden unter anderem Baugrenzen überschritten, Dachneigung und Firstrichtung nicht eingehalten. Nachdem in einem Fall offenbar der Kreisbaumeister bereits Zustimmung signalisiert hatte und auch die Verwaltung „aufgrund der bisher gängigen Praxis“ empfohlen hatte, das Einvernehmen zu erteilen, stimmten die Gemeinderäte einstimmig zu.

Bebauungsplan „Südlicher Ortsrand“ wird aufgehoben

Die Gemeinde möchte gerne die Bebauung an der Einmündung Schäfflerstraße/Blankenburger Straße ermöglichen. Bisher ist dort im geltenden Bebauungsplan aus den 1970er-Jahren ein großes Sichtdreieck vorgesehen. Bürgermeister Elmar Schöniger sieht die Möglichkeit, zwei neue Bauplätze zu schaffen. Dazu ist es notwendig, den Bebauungsplan „Südlicher Ortsrand“ aufzuheben. Das Verfahren entspricht dem der Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes.

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Die Gemeinderäte beschlossen deshalb einstimmig, das Aufhebungsverfahren einzuleiten. Dieses wird etwa drei Monate dauern. Die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Bereich westlich der Schule hat der Gemeinderat bereits beschlossen; dieser erhält die Bezeichnung „Sonniger Südwesten/Bauabschnitt IV“. Bevor nach der Sommerpause das Verfahren konkret begonnen wird, müssen die Überlegungen im Hinblick auf die Bebauung noch präzisiert werden.

Eine zentrale Heizanlage für das gesamte Baugebiet?

Derzeit ist beabsichtigt, die Flutmulde entlang der Straße entsprechend dem Abschnitt III fortzuführen. Auch die Erschließung über eine zentrale Straße mit mehreren Stichstraßen soll übernommen werden. Während auf der Westseite wieder hauptsächlich Einfamilienhäuser entstehen sollen, könnten im Osten zum Schulsportplatz hin Mehrfamilien- und Doppelhäuser vorgesehen werden. Der Gemeinderat überlegt, ob aus energetischen Gründen für das gesamte Baugebiet eine zentrale Heizanlage interessant sein könnte. Hierzu möchte man sich im Herbst von verschiedenen Anbietern beraten lassen und Angebote einholen.

„Ich bin am Ausflippen“, ließ Bürgermeister Schöniger seinen Gefühlen freien Lauf, nachdem es bei den Sondierungen in der Erweiterungsfläche des Baugebietes „Östlich der Augsburger Straße“ wieder archäologische Fundstellen gab. Die Gemeinderäte segneten die Entscheidung des Bürgermeisters ab, der einer Firma für die Auswertung ein Budget von 5000 Euro und eine Woche Zeit eingeräumt hatte. Schöniger informierte über das Gespräch mit den Anliegern im Zuge des beabsichtigten Ausbaus des Holzener Weges. Es habe keine wesentlichen Einwände gegeben.

1350 Euro pro Hausanschluss

Ob die mehrheitlich gewünschte Erdverkabelung der Stromanschlüsse kommen wird, ist noch unsicher, da sich mindestens zehn der elf Anlieger beteiligen müssten. Die Kosten je Hausanschluss belaufen sich auf brutto 1350 Euro. Falls die Erdverkabelung kommen sollte, ist zu überlegen, ob gleichzeitig Leerrohre für das Breitband verlegt werden. Auf jeden Fall sollen Leerrohre für spätere Erdanschlüsse der Straßenlampen in Auftrag gegeben werden. (nit)

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