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Gemeinderat

01.12.2018

Nur wenige Bürgerwünsche gehen in Erfüllung

Soll in Wollmetshofen an der Kurve zwischen der Ortsstraße 25 und 33 eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden? Der Marktrat will erst die Stellungnahmen vom Staatlichen Bauamt und der Polizei einholen. Foto: Siegfried P. Rupprecht

In Fischach stimmte das Gremium über die Anträge aus der Bürgerversammlung ab. Meist hieß es Nein

Die Wünsche und Anregungen, die bei den jüngsten Bürgerversammlungen von den Teilnehmern vorgetragen wurden, standen bei der letzten Marktgemeinderatssitzung im Fokus. Breiten Raum nahmen aber auch das kommunale Förderprogramm und die Empfehlungen aus dem Bauausschuss zu verschiedenen Baugebietserschließungen ein.

So hatte ein Bürger im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben an der Kapellenstraße in Fischach beanstandet, dass der zwischen diesem Bauwerk und der Leonhardskapelle ursprünglich vorhandene Gehweg nicht benutzbar sei. Er beantragte deshalb, den Fußweg zumindest provisorisch wiederherzustellen.

Aus dem Gemeinderat kam hier der Einwand, dass auch ein Provisorium Geld koste. Bürgermeister Peter Ziegelmeier wandte ein, dass dieser Abschnitt nur wenig frequentiert werde und eine kurzfristige Herstellung sich nicht rentieren würde. Diesen Argumenten schloss sich das Gremium einstimmig an.

Bei der Bürgerversammlung im Ortsteil Aretsried wurde die Erweiterung eines Karussells am Spielplatz des Vereinsheims beantragt. Diesem Wunsch entsprachen die Markträte. Denn zufälligerweise wurde jüngst am Kindergarten St. Vitus in Willmatshofen ein solches Spielgerät aus Platzgründen abgebaut. Jetzt gehe es nur noch um den konkreten Standort, da am neuen Aufstellungsort beengte Platzverhältnisse bestehen, so Marktbaumeister Roland Bröll.

Weiter ging es um den Antrag auf Einrichtung einer Bushaltestelle am nördlichen Ortseingang von Tronetshofen. Sie solle ausschließlich für den Schulverkehr geschaffen werden, damit die Kinder nicht so weit laufen müssen, so der Wunsch der Antragsteller. Doch dies lehnte das Gremium ab. Andere Kinder aus dem Ortsteil hätten einen wesentlich weiteren Weg, hieß es.

Aus Wollmetshofen wurde der Wunsch nach einer Tempo-30-Zone zwischen den Anwesen Ortsstraße 25 und 33 geäußert. Dort würde ein Ausfahren vom nördlichen Kirchparkplatz häufig zu gefährlichen Situationen führen, da Autofahrer die Kurve oft mit überhöhter Geschwindigkeit befahren und die Sicht in Richtung Süden stark eingeschränkt ist. Nach kurzer Diskussion beschloss das Gremium, vor abschließender Entscheidung die fachlichen Stellungnahmen vom Staatlichen Bauamt, der Unteren Verkehrsbehörde und der Polizei einzuholen.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Verlängerung des gemeindlichen Förderprogramms. Es beinhaltet unter anderem die Familienbauförderung von 1500 Euro pro Kind sowie den Bauzuschuss in Höhe von 2000 Euro. Seit 2009 gewährte die Kommune über 70 Anträge mit einem Gesamtbetrag von weit mehr als 160000 Euro.

Dabei wurden die Streichung beider Förderungen, aber auch einzelner Zuschüsse und die bisherige Beibehaltung diskutiert. Von Ines Penzhorn und Michael Menner (beide CSU) kam der Hinweis, dass mittlerweile der Freistaat und der Bund in beträchtlichem Umfang Wohneigentum fördere. Christine Disse-Reidel (Bündnis 90/Grüne) sprach sich dagegen für einen Fortbestand der kommunalen Förderungen aus. Die Ratschaft votierte schließlich knapp mit 8:7 Stimmen dafür, den Bauzuschuss für Käufer eines gemeindlichen Grundstücks ab 2019 zu streichen und das Förderprogramm „Junge Familie“ bis Ende 2020 zu verlängern.

Abrundung fand die Sitzung mit einigen Beschlüssen über Bauausschussempfehlungen zu Baugebietserschließungen. So wurde unter anderem beschlossen, mit dem Kanalbau die Engstelle in der Erlenstraße zu beseitigen, bei der Weiten Eiche II die Errichtung des Geh- und Radwegs zurückzustellen und die Zufahrten zu den Grundstücken vorerst nur provisorisch zu errichten sowie beim Straßenausbau Siedlerberg den dortigen maroden Kanal komplett zu erneuern.

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