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Stettenhofen

29.05.2015

Obdachlos nach dem Tornado - So werden die Betroffenen unterstützt

Tornado-Opfer in Stettenhofen und Langweid bekommen neue Unterkünfte. 19 Menschen wurden obdachlos durch den Tornado.
Bild: Marcus Merk

Als der Tornado die Gemeinde Stettenhofen im Kreis Augsburg verwüstete, wurden 19 Menschen obdachlos. Doch sie sind nicht auf sich allein gestellt - die Unterstützung ist groß.

19 Menschen wurden obdachlos, als vor zwei Wochen ein Tornado Teile der Gemeinde Stettenhofen verwüstete. Darunter war Ihsan Akkan, der im letzten Moment von seinem Fenster zurücksprang, bevor die Fassade seines Hauses von der Kraft des Sturms weggerissen wurde. Er fand bis gestern Unterschlupf bei seinem Sohn in Gersthofen. Nun wurde auf Vermittlung der Gemeinde Langweid eine Wohnung für ihn gefunden.

Sturmopfer finden neue Unterkunft

Gut sieht es nach Angaben von Tanja Bihler, der stellvertretenden Kämmerin im Langweider Rathaus, auch für die restlichen Sturmopfer aus, deren Wohnungen unbewohnbar wurden. „Wir haben für fast alle mittlerweile adäquate Unterbringungen gefunden, in denen sich die Geschädigten auch längere Zeit wohlfühlen können.“ Diese liegen laut Tanja Bihler alle in der näheren Umgebung Stettenhofens. Peter Pletschacher, der das Einkaufszentrum Forum im Gersthofer Zentrum realisieren will, stellte das bereits gekaufte Kirner-Haus als Notquartier zur Verfügung.

„Drei Anträge auf Unterstützung sind bisher bei uns eingegangen“, sagt Susanne Donn, Geschäftsführerin der Kartei der Not, des Leserhilfswerks unserer Zeitung. „Die drei Bewohner stammen alle aus einem Haus Am Breitenbach und sind finanziell sehr schlecht gestellt.“ Daher leistet die Kartei der Not Soforthilfe.

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Das Hilfskonto weist mehr als 20.000 Euro auf

Doch das Engagement der Menschen geht noch weiter. Inzwischen zählt das Hilfskonto der Gemeinde schon mehr als 20.000 Euro. Damit dieser Betrag noch wächst, will Bürgermeister Jürgen Gilg am morgigen Freitag, 29. Mai, von 11 bis 13 Uhr an der Kasse im DM-Markt im Meitinger Gewerbegebiet arbeiten.

Von der Stadt Gersthofen kamen 5000 Euro aus dem Sozialfonds „Hilfe in Not“. Die Pfarreiengemeinschaft veranstaltet in allen Gottesdiensten am Samstag und Sonntag, 30./31. Mai, eine Sonderkollekte. Der Nogentverein stiftet den Erlös des französischen Frühstücks am Sonntag, 14. Juni, in der Mittelschule und eines Bücherbasars am Samstag, 20. Juni, im Rathaus.

Der Tornado hat in der Region eine Schneise der Verwüstung zurückgelassen und schwere Schäden angerichtet.
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