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Landkreis Augsburg

23.11.2017

Oldtimer-Rallye startet in Horgau

Zu einem Großereignis entwickelt hat sich die Oldtimer-Rallye durch das Augsburger Land – auf dem Foto sind die Schnauferl bei Dinkelscherben unterwegs. Jetzt stehen Termin und Route für die 2018er Tour fest. (Archivfoto)
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Zu einem Großereignis entwickelt hat sich die Oldtimer-Rallye durch das Augsburger Land – auf dem Foto sind die Schnauferl bei Dinkelscherben unterwegs. Jetzt stehen Termin und Route für die 2018er Tour fest. (Archivfoto)
Bild: Marcus Merk

Termin und Route für die elfte „Karawane der automobilen Kostbarkeiten“ stehen fest: Ende Juli fahren vom Rothtal aus 200 historische Fahrzeuge nach Königsbrunn.

Nach einem Jahr Pause macht sich die Karawane der Kostbarkeiten wieder auf den Weg. Die 11. Oldtimer-Rallye durch das Augsburger Land führt am Sonntag, 22. Juli, von Horgau nach Königsbrunn. Zwischen zehn und 13 Uhr werden an die 200 historische Fahrzeuge durch den westlichen und südlichen Landkreis zuckeln, Fahrer und Zuschauer begeistern und nebenher noch Geld für gute Zwecke einspielen.

Zwischen Horgau und Königsbrunn liegen auf der schnellsten Strecke über die autobahnähnliche B17 knapp 30 Kilometer. Doch der Ideengeber und Streckenplaner der Route, der Dinkelscherber Stefan Steinbacher, hat eine knapp 150 Kilometer lange Tour ausgetüftelt, die über Sträßchen und Wege zu vielen idyllischen Flecken führt. Denn schließlich geht es bei dieser Rallye nicht um Geschwindigkeit, sondern um Genuss.

Steinbacher, der sich auch über historische Motorräder im Starterfeld freuen würde, geht von einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde aus. Das könnte für die ältesten Automobilveteranen am Start ganz schön hart werden. Immerhin können ihre Fahrer um himmlischen Beistand bitten: Die Rallye macht auch einen Abstecher zum Wallfahrtsort Maria Vesperbild (Kreis Günzburg) und das wäre dann der ideale Ort für ein Stoßgebet.

Die Teilnehmer freuen sich jedes Mal über das große Zuschauerinteresse, erzählt Steinbacher. Weil besonders im Landkreis Augsburg viele Menschen am Straßenrand stehen und winken, bleibt die Rallye auch ganz überwiegend im Augsburger Land. „Dafür mussten wir einige Haken schlagen,“ sagt der Streckenplaner.

In der Vorbereitung bringt die räumliche Beschränkung aufs Landkreisgebiet zudem Vorteile, zum Beispiel, was die Zahl der beteiligten Behörden anbelangt. Wie jede automobile Großveranstaltung mit mehr als 30 Fahrzeugen ist die Rallye genehmigungspflichtig, was aber vermutlich keine allzu große Hürde darstellt, wenn der Landkreis selbst der Veranstalter ist. Dennoch gebe es im Vorfeld viel zu bedenken, so Landrat Martin Sailer. „Und das Ereignis rückt rasend schnell näher.“

Anmeldungen für die Rallye, deren Organisation in den bewährten Händen von Brigitte Mayrock liegt, sind im Internet unter www.landkreis-augsburg.deab sofort möglich. Ausgewählt wird nach dem Alter der Fahrzeuge. Übrigens: Das älteste Schnauferl erhält traditionell die Startnummer eins und geht deshalb auch als erstes an den Start. Auch für Fahrzeuge, die auf der Strecke bleiben, ist gesorgt. Werkstattwagen mit sachkundiger Besatzung gehören zum Tross, der sich am Sonntagvormittag in Horgau in Bewegung setzten wird.

Traditionell gehen zehn von knapp 200 Euro Startgeld pro Fahrzeug an das Leserhilfswerk unserer Zeitung, die Kartei der Not. Daneben profitieren in den Start- und Zielorten gemeinnützige Einrichtungen von den Erlösen der Zuschauer-Wahl. Besucher können per Stimmzettel die Autos küren, die ihnen am besten gefallen haben.

In Horgau ist das Geld für die Jugendabteilungen von Vereinen vorgesehen. In der Rothtalgemeinde werde man mithilfe von Sport- und Musikvereinen ein Rahmenprogramm zustande bringen, so Bürgermeister Thomas Hafner.

Dieses Zielverfolgt ebenso der Königsbrunner Bürgermeister Franz Feigl. Er will in der Brunnenstadt möglichst viele Menschen auf die Beine bringen. Sie sollen die alte B17 säumen, auf der die automobilen Kostbarkeiten wie auf einem Laufsteg einrollen werden, ehe sie am Gymnasiumsparkplatz stoppen. Dort können die historischen Fahrzeuge, die laut Feigl in Königsbrunn viele Fans haben, noch einmal ausgiebig bestaunt werden.

Zu den Freunden alter Autos gehört übrigens auch Kreissparkassenchef Richard Fank. Sein Institut fördert die Veranstaltung, der Chef fährt gerne mit und in Zeiten niedriger Zinsen ist in ihm die Erkenntnis gereift: „Oldtimer sind eine gute Geldanlage.“

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