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Fischach

08.01.2016

Optimismus als Leitfaden für 2016

Verantwortungsvolle Politik mit Augenmaß

Über 500 Besucher beim Neujahrsempfang in Fischach.  Bürgermeister Peter Ziegelmeier berichtet warum die Gemeinde gut dasteht. 

„Braucht’s des?“ oder „Des tut’s scho no“ – hätte sich Fischachs Bürgermeister Peter Ziegelmeier in seinem Amt davon leiten lassen, stünde seine Gemeinde heute vielleicht nicht so gut da. Auf dem Neujahresempfang in der Staudenlandhalle am Dreikönigstag blickte er vor über 500 Gästen auf das vergangene Jahr zurück und sprach von den Herausforderungen des neuen Jahres. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang vom Musikverein Fischach. Am Ende gaben die Sternsinger den Besuchern und der Halle ihren Segen.

„Braucht’s des?“, fragte Ziegelmeier immer wieder und knüpfte damit den roten Faden seiner Rede. Dies ging los bei der Entscheidung, den Neujahresempfang für alle Bürger zu veranstalten und dafür die gemeindliche Weihnachtsfeier zu streichen. Ebenso beim Bau des Naturfreibades, welches 2015 über 50000 Besucher verzeichnen konnte. „Verantwortungsbewusste Kommunalpolitik heißt eben gerade nicht ‘Des tut scho no’. Es bedeute nach seinem Amtsverständnis Einsatz für die Gegenwart und Offenheit für die Zukunft, gepaart mit Rücksichtnahme auf Bewährtes.

Dieses Augenmaß habe der Marktrat im vergangenen Jahr gezeigt, als in nur einem Jahr 1,73 Millionen Euro gemeindliche Schulden getilgt wurden. 6,7 Millionen Euro Schulden verbleiben im Gemeindehaushalt. Doch die Entlastung habe Ziegelmeier wieder die Freundschaft seines Kämmerers Rudolf Thoma eingebracht, scherzte Ziegelmeier. Dennoch konnten jährlich 30000 Euro Zuschüsse für Vereine gewährt werden. Und mit den Beschlüssen zur Renovierung der Fischacher Kirche und der Kapellen in Tronetshofen und Reitenbuch bekenne sich die Gemeinde an die kirchliche Tradition und deren Wertvorstellungen.

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In diesem Zusammenhang mahnte Ziegelmeier auch an die aktuelle Diskussion um die Integration von Flüchtlingen. „Unsere Wertvorstellungen haben unabdingbar für alle, auch für die zu gelten, die aus anderen Ländern zu uns kommen.“ Aktuell seien im Markt nur 17 Flüchtlinge untergebracht. Doch das Landratsamt habe bis Mitte des Jahres private Objekte angemietet und es sollen circa 100 weitere Flüchtlinge hinzukommen. Die Situation sei in der Gemeinde allerdings innerhalb der Grenzen des Machbaren und es sei eines jeden Bürgers Aufgabe, diese im neuen Jahr mit praktischer Vernunft und Menschlichkeit zu lösen.

Mit derzeit 4675 Einwohnern konnte Fischach im Vergleich zum vergangenen Jahr 83 neue Bürger gewinnen und mit 42 Geburten sogar die höchste Geburtenzahl seit sieben Jahren verzeichnen. Außerdem sehen man, wenn man durch Fischach läuft, dass überall gebaut und in die Zukunft der Gemeinde investiert werde. Als Beispiele nannte er unter anderem die Gestaltung der Außenanlagen und den Bau des Buswendeplatzes an der Schule, den Mehrgenerationenplatz am Naturfreibad oder die Vergabeentscheidung für den Breitbandausbau der gesamten Gemeinde.

„Auch für die weitere Ausgestaltung des Hochwasserschutzes liegt uns seit wenigen Wochen ein konkreteres Konzept vor“, verriet Ziegelmeier. Und mit dem Kauf eines am Marktplatz gelegenen Grundstückes, entgegen des Gerüchtes, nicht die Kreissparkasse, könne die Ausgestaltung und Vergrößerung des Marktplatzes weiter gehen. „Es besteht also trotz aller Krisen, Sorgen und Probleme sehr wohl Anlass zum Optimismus.“

Beim Neujahrsempfang verabschiedete Bürgermeister Peter Ziegelmeier seinen langjährigen Bauhof-Mitarbeiter Thomas Bengel in den Ruhestand sowie Christina Bublitz, die wegzieht und deshalb ihren Vorsitz des Kulturkreises Fischach K.e.r.n. aufgibt.

Zum Abschluss des Neujahrsempfangs verkündete Albert Langenmayr, dass der Erlös seines Handpuppenspiels gespendet wird. 500 Euro von den drei Aufführungen vom dritten Advent sollen zu gleichen Teilen an die Stille Hilfe Fischach und an den Helferkreis Asyl gespendet werden.

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