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Bonstetten

23.11.2019

Ortsmitte in Bonstetten: Ein ganzes Dorf steht Modell

Von elf Architektenarbeiten für die Neugestaltung der Ortsmitte von Bonstetten kommen drei in die engere Auswahl. Die Jury vergab zwei zweite Preise an die Entwürfe von Aris Architekten und von harris und kurrle Architekten.
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Von elf Architektenarbeiten für die Neugestaltung der Ortsmitte von Bonstetten kommen drei in die engere Auswahl. Die Jury vergab zwei zweite Preise an die Entwürfe von Aris Architekten und von harris und kurrle Architekten.
Bild: Marcus Merk

Wie soll die Ortsmitte von Bonstetten aussehen? Mit diese Frage beschäftigten sich mehrere Architekten. Sie stellen ihre Pläne jetzt vor. 

Der Ortskern von Bonstetten verfügt über einen Modellcharakter für Forschung und Lehre. Darauf hat jetzt Professor Hubert Schulz bei der ersten öffentlichen Präsentation von Architektenarbeiten zur Neugestaltung der Mitte hingewiesen. Der Stadtheimatpfleger und ehemalige Lehrende an der Hochschule Augsburg erinnerte im Rahmen einer kleinen Feierstundestunde im Bürgersaal an Studenten, die sich vor zwei Jahrzehnten bereits stark für das Zentrum der Kommune mit Rathaus, Kirche und Gaststätte interessiert hatten. Diesen „besonderen architektonischen Dreiklang“ galt es laut Schulz im Rahmen des staatlich geförderten Wettbewerbs zu erhalten, der nach jahrelanger Vorbereitung in wenigen Wochen mit der endgültigen Entscheidung für einen Gestaltungs-Entwurf beendet werden könnte.

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Drei Modelle kommen in die engere Auswahl

Vor dutzenden Gästen stellte der Vorsitzende des hochkarätig besetzten Preisgerichts die elf gesichteten Architekten-Konzepte vor, die laut Schulz alle „als hochwertige Beiträge“ betrachtet werden könnten. „Man hat es uns wirklich nicht leicht gemacht.“ In das reichhaltige Lob für die an den Wänden befestigten, großformatigen Pläne und die auf Tischen abgelegten Modelle aus Pappe streute der gefragte Experte auch manchen Kritikpunkt ein. „Wir hatten an allen Entwürfen Dinge bemängelt, die allerdings nicht als Argument für ihre Ablehnung darstellten.“ Auch nach dem Entschluss, schließlich drei Studien in die engere Auswahl zu nehmen, bliebe Raum für dringende Nacharbeiten, so der Professor weiter. „Die Feuerwehr spielt eine ganz spezielle Rolle, es muss sichergestellt werden, dass deren Fahrzeuge beim Losfahren nicht mit anderen kollidieren“, verlangte Schulz mit Blick auf die Feuerwehrleute, denen beim geplanten Mehrzweckgebäude flächenmäßig der größte Anteil zugebilligt wird.

Nachdem dort auch durch einen Bürgerentscheid durchgesetzt das neue Rathaus aufgezogen werden soll, widmete sich der Fachmann aus Augsburg auch dem angestrebten modernen Verwaltungsgebäude. „Da gab es Ideen von Planern, die eher an eine Firma erinnerten - doch ein Rathaus sollte stets als solches wirken, ohne dass dazu große Schilder aufgestellt werden müssen“, meinte der Vorsitzende des 15-köpfigen Preisgremiums. Ganz im Sinne wohl vom Hausherrn. Denn Bürgermeister Anton Gleich zeigte sich hoch erfreut über die bisherige Entwicklung des anderthalb Hektar großen und „sehr bedeutenden wie ortsprägenden Projekts für die nächsten 50 bis hundert Jahre“.

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Gesamtkosten liegen bei mehr als fünf Millionen Euro

Dessen Gesamtkosten werden inklusive der Modernisierung des Dorfplatzes offiziell auf mehr als fünf Millionen Euro beziffert. Baubeginn könnte 2021 erfolgen, der Einzug dann ein Jahr später. „Aber wir werden jetzt nichts übers Knie brechen“, beruhigte der Bürgermeister.

Nach Auffassung von Hubert Schulz werden sich die drei verbliebenen Vorschläge an den gesteckten finanziellen Rahmen halten. Als großem Wert wurde der Beitrag des versierten Städteplaners Antonius Janotta betrachtet, der laut Gleich in den vergangenen Monaten die Gemeinde fachmännisch begleitet habe. Der junge Kommunenberater hatte sich immer wieder von der regen Anteilnahme seitens der Bevölkerung bei Ideen zur Neugestaltung der Ortsmitte erfreut gezeigt.

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