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Stadtbergen

21.03.2016

Ovationen auch für die Verlierer

Während die Bayern nach der Schlusssirene ausgelassen durch die voll besetzte Stadtberger Halle tanzten, mussten sich die Kangaroos Emanuel Richter, Dominik Veney und Maxim Rud (weiße Trikots, von links) nach der 59:66-Niederlage im „Finale dahoam“ erst mal wieder sammeln.
Bild: Foto: Marcus Merk

BG Leitershofen/Stadtbergen verpasst zwar die große Überraschung, liefert dem großen Favoriten vor über 1000 Zuschauern aber eine grandiose Abwehrschlacht

Die BG Leitershofen-Stadtbergen hat die große Überraschung nicht geschafft. Die Kangaroos verloren am Samstagabend das „Finale dahoam“ gegen den FC Bayern München II vor über 1000 Zuschauern mit 59:66. Damit ist den Münchnern die Meisterschaft in der 1. Regionalliga und der Aufstieg in die 2. Bundesliga nur noch theoretisch zu nehmen. Gefeiert wurde nach der Schlusssirene aber auch der Verlierer, der dem mit fünf Bundesligaspielern angetretenen Favoriten einen großen Kampf geliefert hatte.

Ein Spiel dauert 90 Minuten – so lautet eine alte Fußball-Weisheit. Auf das Basketball übertragen müsste es wohl heißen: Ein Spiel dauert 40 Minuten. Mit 24:42 lag die BG im dritten Viertel aussichtslos zurück. Dennoch kämpfte die Truppe von Trainer Badnjevic unverdrossen, dennoch wurde jeder Punkt auf der fantastisch besetzten Tribüne frenetisch bejubelt. Mit einem 19:4-Zwischenrun wurde das Publikum belohnt. 40 Sekunden vor dem Ende kam die BG, bei der nun Darius Harris, Domink Veney und Henje Knopke immer besser trafen, auf 55:58 heran. Und hätte nicht Tobias Korndoerfer mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr per Dreier zum 55:61 verwandelt, wäre die Sensation vielleicht doch noch möglich gewesen.

Und das nach einer völlig verkorksten ersten Halbheit, in der das zu Beginn stehend rhythmisch klatschende Publikum 1:38 Minuten warten musste, bis Nedim Hadzovic die ersten Punkte gelangen. Es sollten für weitere fünf Minuten die letzten gewesen sein. Die Bayern lagen 13:3 in Front, zehrten von diesem Vorsprung. Ihr 2,17-Meter-Mann legte die Bälle in den Korb, wie andere Leute Äpfel in den Einkaufswagen.

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Die überaus nervösen Kangaroos leisteten sich zu viel Fehlpässe und -versuche, vergaben Chancen, die nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut passten. Beide Mannschaften lieferten sich eine Abwehrschlacht, in der die Münchner nicht immer zimperlich zu Werke gingen und auch vor rüden Attacken nicht zurückschreckten. Opfer davon war Max Uhlich, der nach einem heftigen Zusammenprall eine Gehirnerschütterung erlitt, vom Notarzt versorgt und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. „Mit seiner Aggressivität wäre er er vielleicht ein wichtiger Faktor für dieses Spiel gewesen“, mutmaßte BG-Abteilungsleiter Andres Santiago hinterher.

Bayern München kann somit nun frühzeitig für die PRO B planen. Für die Leitershofer geht es in den vier Partien nach Ostern jetzt darum, den zweiten Tabellenplatz gegenüber Vilsbiburg abzusichern, auf die man aktuell zwei Punkte Vorsprung und auch den direkten Vergleich gewonnen hat. Das nächste Spiel findet zu Hause am 2. April um 19.30 Uhr gegen den BBC Bayreuth statt. „Wir hätten sicherlich nichts dagegen, wenn alle Zuschauer des Samstags dann wieder in die Stadtberger Sporthalle kommen würden“, konnte Andres Santiago am Ende schon wieder lachen und gratulierte dem FC Bayern zum Sieg, zur Meisterschaft und zum Aufstieg. „Unsere Mannschaft hat alles versucht, es hat nicht ganz gereicht, und gerade angesichts der überragenden Kulisse war es trotzdem, glaube ich, ein toller Basketballabend für Stadtbergen. Wir sind mehr als erleichtert, dass die Organisation so gut geklappt hat.“ Dazu hatte auch die Stadtberger Feuerwehr beigetragen, die ein Verkehrschaos verhindert hatte. Bereits 40 Minuten vor Spielbeginn musste die Zufahrt zur Halle gesperrt und auf andere Parkplätze umgeleitet werden.

BG Leitershofen/Stadtbergen: Breuer (1), Braun , Chalusiak , Uhlich (2), Veney (18), Rud, Tesic (2), Knopke (10), Hadzovic (5), Richter (6/1 Dreier), Harris (15), Woelki.

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