Newsticker

Corona-Lage spitzt sich zu: Großbritannien erlässt frühe Sperrstunde für Pubs und Bars
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Passant löscht Hecke in Neusäß: Frau will sich bei Retter bedanken

Neusäß

16.09.2020

Passant löscht Hecke in Neusäß: Frau will sich bei Retter bedanken

Ein junger Mann aus Aystetten hat geholfen, einen Brand in Neusäß zu löschen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Plus Als er die Flammen sieht, zögert der junge Mann nicht lange. Eine Frau will jetzt Kontakt zu ihrem Retter aufnehmen, doch es gibt ein Problem.

Am Montagabend gegen 22.14 Uhr saß Christine Endreß noch nichts ahnend in ihrem Wohnzimmer in Neusäß, bis ein Hupkonzert ihre Ruhe störte.

Sie öffnete ihre Rolläden und sah wie ihre Thuja-Hecke lichterloh brannte: „Die Flammen waren locker vier Meter hoch“, sagt sie. Die Hecke sei geradezu explodiert. Der Brand drohte auf die Nachbarhecken überzugreifen.

Sie sah, wie ein junger Mann aus seinem Auto stieg und einem Passanten sagte, dass er die Feuerwehr rufen solle. „So hilfsbereit“, erinnert sich Endreß. Dann sprintete er auf den Brand zu.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Junger Passant löscht einen Heckenbrand

Wie Endreß später erfuhr, war der Name des jungen Mannes Max Baur, wohnhaft in Aystetten. Baur schnappte sich ihren Gartenschlauch, kletterte auf ihr Gartenhäuschen und begann zu löschen. Zusammen mit ihrem Nachbarn schafften die beiden es, den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen. „Baur hat von innen gelöscht und mein Nachbar von außen“, berichtet Endreß.

Als die Freiwillige Feuerwehr Neusäß und die Polizei aus Gersthofen eintrafen, war der Brand bereits unter Kontrolle. Feuerwehrkommandant Christian Kannler hat den Einsatz geleitet. Solche Heckenbrände sind keine Seltenheit. „Wenn im Herbst langsam die Blätter abfallen, zieht die Luft so gut durch die Hecke, dass ein kleiner Brand schnell zu einem großen wird“, sagt Kannler. Viel zu tun hatten seine Kollegen trotz der meterhohen Flammen aber nicht mehr. „Wir haben nur noch Nachlöscharbeiten gemacht, falls sich irgendwo ein bisschen Glut gehalten hat“, erklärt er. Endreß habe unter Schock gestanden, als er und seine Kollegen an der Brandstelle ankamen. Baur und Endreß’ Nachbar haben also ganze Arbeit geleistet. „Es ist wirklich erfreulich, dass die Helfer da waren und nicht einfach weggeschaut haben“, lobt Kannler.

Endreß will Kontakt mit ihrem Retter aufnehmen

Endreß, die die Löscharbeiten aus ihrem Garten beobachtet hat, ist Baur extrem dankbar. Nach getaner Arbeit fiel sie dem Retter ihres Gartens um den Hals.

Auch die Ermahnung einer Rettungskraft sich an die Abstandsregeln zu halten konnte sie nicht davon abhalten: „Das war mir dann auch egal“, sagt sie. Die Polizei hat ihr zwar den Namen und den Wohnort ihres Retters gegeben, aber konnte ihr nicht mit den Kontaktdaten helfen: „Ich möchte ihm einfach ein ganz liebes Dankeschön ausrichten“, sagt Endreß. Sie bittet den 24-jährigen Aystetter, sich bei ihr zu melden. Von Endreß’ Hecke ist außer abgebrannten Stämmen nicht mehr viel übrig geblieben. Die Polizei hat sich auf die Suche nach der Brandursache gemacht, aber konnte am Dienstag noch keinen Erfolg vermelden.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren