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Meitingen/Mertingen

06.06.2019

Per Hubschrauber setzt die Bahn neue Signalmasten

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Die neuen Signalmasten werden am Samstag mit einem Hubschrauber an ihren künftigen Einsatzort transportiert. 
Bild: Thales

Plus Am Samstag können zwischen Herbertshofen und Mertingen außergewöhnliche Arbeiten bestaunt werden. Für den Einsatz braucht es ein erfahrenes Team.

Das ist abgehoben: Am Samstag können an der Bahnstrecke zwischen Herbertshofen und Mertingen spannende Arbeiten beobachtet werden. Der Grund: An diesem Tag werden ab 8 Uhr morgens die neuen Signalmasten gesetzt, und zwar per Hubschrauber.

Organisiert werden diese Arbeiten von der Firma Thales. Pitt Marx, Sprecher des Unternehmens erklärt, wie das Ganze funktioniert. Die Signalmasten lagern bereits an drei Orten und zwar in Herbertshofen am Bahnhof, in Meitingen in der Nähe des Einkaufsgebiets Via Claudia und in Nordendorf.

Insgesamt werden 22 Masten gesetzt

Der Hubschrauber wird laut Marx jeden Signalmasten einzeln transportieren. Dafür wird der Mast an einem starken Seil befestigt und vom Helikopter in die Luft gezogen. Anschließend geht es mit dem Mast im Schlepptau in Richtung der einzelnen Mastenstandpunkte. Die sind je nach Streckenabschnitt unterschiedlich weit voneinander entfernt. Der Hubschrauber wird an diesem Tag übrigens einige Mal zu sehen sein. Immerhin müssen auf der rund zehn Kilometer langen Strecke zwischen Herbertshofen und Mertingen insgesamt 22 Masten gesetzt werden.

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Die am Hubschrauber baumelnde Last muss mit großer Genauigkeit und Umsichtigkeit auf den vorbereitenden Betonsockel aufgesetzt werden, aus dem vier Bolzen ragen. Damit der Hubschrauberpilot den Masten zentimetergenau absetzen kann, wird er vom Boden aus per Funk von einem Arbeiter genau eingewiesen. „Das sind alles erfahrene Leute“, erklärt Marx. Kaum steht der Mast, klettert ein weiterer Arbeiter nach oben und macht das Seil los, sodass der Hubschrauber die nächste Last aufnehmen kann.

Am Steuer sitzt ein ehemaliger Bundeswehrpilot

Zum Einsatz kommt laut Marx ein „normaler Hubschrauber“, der auch für Transport- oder Rundflüge eingesetzt wird. Am Steuer sitzt ein ehemaliger Bundeswehrpilot. Der Helikopter wird am Samstag nie ganz vollgetankt werden, damit er die schwere Last aufnehmen kann.

Normalerweise werden die Signalmasten mithilfe von Lastwagen und Kran aufgestellt. Laut Marx kommt dann ein Hubschrauber zum Einsatz, wenn das Gelände nicht zugänglich ist oder die Sperrpausen auf der Bahnstrecke so kurz wie möglich gehalten werden sollen. Diesmal gehe es vor allem um die Schnelligkeit.

Die Bahnstrecke wird digitalisiert

Zwar gibt es ab 19. Juni eine Zeitspanne von 109 Stunden, in der keine Züge auf dieser Strecke fahren. In dieser Zeit werden aber die Unterführungen in Gersthofen und Gablingen eingebaut. Laut Auskunft der Bahn kann der Hubschrauber nicht fliegen, wenn gleichzeitig Gleismaschinen im Einsatz sind.Die neuen Masten werden gesetzt, weil die Bahnstrecke digitalisiert wird. Laut Auskunft der Bahn eröffnet sich mit dieser modernen Technik die Möglichkeit, die Kapazität im Schienennetz um 20 Prozent zu erhöhen.

Für die Digitalisierung mussten aber erst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden. Deshalb wurden entlang der Strecke auch neue Glasfaserleitungen verlegt, die die alten Kupferkabel ersetzen. Daneben werden seit dem 29. März auf der Strecke zwischen Gablingen und Donauwörth auch die Gleise und Oberleitungsanlagen modernisiert, so die Auskunft der Bahn. Aus diesem Grund ist diese Strecke noch bis zum Sonntag, 23. Juni, an den Wochenenden für den Zugverkehr gesperrt. Ersatzbusse fahren zwischen Donauwörth und Gablingen, teilweise auch bis zum Augsburger Hauptbahnhof.

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