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Konzertreihe

29.10.2018

Perfektion im Heute und Gestern

Dieses Duo mit den Geschwistern Bettina (Klarinette) und Robert Aust (Klavier) entwickelte sich national und international zu einem der führenden Ensembles in dieser Besetzung.
Bild: Manfred Miller

Das Duo Aust führt im Rathaussaal in Dinkelscherben einen Dialog, der die Zuhörer begeistert

Welch ein musikalischer Leckerbissen, den Ludwig Hornung jüngst beim Rathauskonzert in Dinkelscherben dem Publikum bot: Das Duo Aust mit den Geschwistern Bettina (Klarinette) und Robert (Klavier) entwickelte sich national und international zu einem der führenden Ensembles in dieser Besetzung. Es spielt mittlerweile nicht nur bei zahlreichen Konzerten in Deutschland, sondern auch bei einer umfangreichen Reise nach Mexiko, Guatemala, Nicaragua und El Salvador. Das Duo ist auch Preisträger des Internationalen Kammermusikwettbewerbs und wird durch zahlreiche Stiftungen gefördert.

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Ein buntes Programm erwartete das Publikum, wie Robert Aust es versprach. Die gespielten Werke wurden während des Fin de Siècle innerhalb von nur 30 Jahren komponiert und umfassen unterschiedliche Stilrichtungen der Romantik, des Impressionismus oder atonaler Musik. Bettina und Robert Aust verstanden es, diese Stilrichtungen durch die ihnen eigene emotionale Energie auf eine beeindruckende Weise zu interpretieren.

Bettina Aust setzte mit ihrem Klarinettenspiel Maßstäbe durch eine faszinierende Präzision, technische Brillanz und durch ein temporeiches Spiel. Selbst bei rasantem Tempo und bei oktavierten Läufen gelang ihr ein glasklarer Klang. Bettina und Robert bildeten in ihrem Spiel eine gelungene Symbiose. Sie führten einen wunderbaren Dialog. Robert Aust glänzte vor allem bei der Interpretation von Ravels „La Valce“, der in diesem Werk den Untergang des Kaiserreiches nachzeichnete. Mit unglaublicher technischer Versiertheit, festem und klarem Anschlag gelang es Robert Aust, das Zerstörungselement im Werk durch ein Feuerwerk von schnellen Läufen auszudrücken – dafür gab es Sonderbeifall.

Das „konservativste Stück des Abends“ , wie es Bettina Aust ausdrückte, eine Sonate von Camille Saint-Säens, bildete den Abschluss des Konzertes. Das Duo bedankte sich für den nicht enden wollenden Beifall mit zwei weiteren Zugaben. (mima)

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