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Pläne des Stahlwerks passen nicht zum Zeitgeist

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Kommentar Von Elli Höchstätter
12.10.2019

Während der Ministerpräsident Bäume pflanzt, will die Max Aicher Gruppe einen geschützten Wald roden lassen.

Ministerpräsident Markus Söder will in den nächsten Jahren 30 Millionen Bäume pflanzen lassen. Gleichzeitig will er, dass weniger Bäume geschlagen werden. Auch der Landkreis will beim Thema Umwelt vorneweg marschieren. Die Pläne der Max Aicher Gruppe, in Meitingen einen geschützten Wald zu roden, um neue Anlagen zu errichten, scheinen da aus der Zeit gefallen.

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Als die Verantwortlichen der Aicher-Gruppe mit den Planungen für die Erweiterung begonnen haben, war Klima und Naturschutz zwar ein Thema aber noch keine Herzensangelegenheit der Politik. Dass die Pläne, den Lohwald zu roden, in die Zeit fallen, in der Jugendliche für den Klimaschutz auf die Straße gehen und die Grünen in der Wählergunst nach oben schnellen, war so nicht abzusehen. Aus Sicht des Unternehmens ist das Timing letztlich schlecht gelaufen.

Die Frage, wie man die wirtschaftlichen Interessen eines der größten Arbeitgeber in der Region und den Naturschutz vereinen kann, ist für die Politiker eine harte Nuss. Einen Kompromissvorschlag gibt es noch keinen und es dürfte schwierig werden, einen zu finden. Vermutlich wird auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger keine Lösung im Gepäck haben, wenn er nach Herbertshofen reist.

Sicher ist jedoch, dass sich das Verfahren noch einige Zeit hinziehen wird. So stellt sich die Frage, welche Themen dann wichtig sind. Wird es um die Umwelt gehen? Oder stehen wieder die Arbeitsplätze im Fokus? Vielleicht wird schließlich sogar weniger Fläche für neue Anlagen gebraucht, weil sich die Nachfrage nach Stahlprodukten ändert. Wie schnell sich der Zeitgeist ändern kann, ist ja bekannt.

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22.10.2019

Superhirn gefährden die Stahlwerker mit ihren Aussagen . Elektrostahl ist eine Kreislaufwirtschaft , nicht so wie diese Batterie die Sie noch nicht wissen wie man es entsorgt , wohl wissend dass, die Herstellung dieser Batterie das Leben von Kindern in Afrika gefährdet und Menschen in Latein America ruiniert. Sie haben dazu keine Interesse , nur den Neusten Iphone , E-Roller oder Konsole interessiert den Menschen
Das Problem ist wohl den Menschen glauben zu lassen dass, ohne Zulieferindustrie und Produktion der Wohlstand der Menschen in Deutschland aufrecht erhalten werden kann .

Die Stahlherstellung und Verarbeitung aus der Lech Stahlwerke ist einer der saubersten in Deutschland/ Europa da Bayern die höhere Ansprüche für den Umweltschutz auf deutsche und E.U ebene hat . Die LSW muss selbst auf deutschem Boden gegen anderen Stahlwerken sich behaupten die, nicht so brillant was der CO2 und Partikel Ausstöße angeht . Finden Sie es Normal ??

Eins ist Sicher, wenn man es so weiter Treibt hierzulande , Grüne und Rot macht Braun , und das will kein Mensch

Laurent Humbert Frankreich Vertretung der LSW .

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14.10.2019

Herr Kamm als ehemaliger Grüner Politiker, haben Sie keine Ahnung.

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14.10.2019

Ich hatte schon befürchtet, dass Sie keine Argumente haben.

Raimund Kamm

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14.10.2019

Falsches Image:
Die Stahlbeschäftigten ärgert vor allem der Ruf ihres Industriezweigs. Während die grünen Branchen als Zukunftsindustrien gefeiert werden, sehen die Stahlwerker ihre Branche als schmutzige Altindustrie am Pranger. Völlig zu Unrecht, finden sie. Stahl ist grüner als sein Ruf. Stolz verweisen die Stahlwerker darauf, dass deutscher Stahl der ökologisch sauberste der Welt ist und dass er den Grundstoff für unzählige weitere Produkte liefert, der jetzt und in Zukunft immer gebraucht wird, auch für viele Greentech-Produkte. So bestehen zum Beispiel 85 Prozent der Windräder aus Stahl. Ein unschlagbarer Vorteil ist, dass Stahl zu 100 Prozent recycelt werden kann und damit ein Paradebeispiel für Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit ist.

„Deutscher Stahl ist Spitzenqualität“, sagte Jörg Hofmann, der IG Metall-Vorsitzende, gestern in Saarbrücken. „3,7 Millionen Menschen in der verarbeitenden Industrie in Deutschland machen jeden Tag etwas aus diesem Werkstoff.“ Von wegen Altindustrie. „Der Stahl ist kein Auslaufmodell“, beteuerte auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) auf dem Stahlgipfel. „Er ist die Voraussetzung dafür, dass die deutsche Industrie eine Zukunft hat.“
Quelle: IGM
KH König
BRV Rohrwerk Maxhütte

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14.10.2019

Schade, dass Sie nur Schlagworte wiederholen und keine Belege liefern.

Natürlich brauchen wir Stahl. Fürs Bauen, für Maschinen, für Tragstrukturen usw.

Doch platte Aussagen wie, Deutschlands AKW sind die sichersten oder deutsche Autos sind die saubersten oder Deutschland ist Vorreiter beim Umweltschutz sind leider nachgewiesenermaßen Selbsttäuschungen.

Wie hoch sind denn die Treibhausgase der deutschen Stahlproduktion, wie hoch die Feinstaubemissionen und wie hoch sind jetzt die Dioxin- bzw. Furanemissionen der Lechstahlwerke in Meitingen. In früheren Zeiten waren sie höher als die von veralteten Müllverbrennungsanlagen.

Raimund Kamm

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14.10.2019

Sehr geehrte Frau Hochstätter.
Unser Ministerpräsident pflanzt Bäume. Eine Lachnummer. Wir in Deutschland haben die Saubersten Stahlwerke. Stahl ist Umweltfreundlich. Das die LSW sich vergrößert finde ich gut. Die LSW sind zulieferer vom Rohrwerk Maxhütte in Sulzbach Rosenberg und Annahütte in Freilassing. Auch wir im Rohrwerk wollen mehr Produzieren , aber die Konkurrenz aus dem Osten ist sehr groß. Dort stehen die Dreckschleudern, nicht bei uns in Deutschland. Stahl in Deutschland hat Zukunft. Umweltschutz ja, aber man muss auch an die Arbeitsplätze schauen.
K-H König
BRV Rohrwerk Maxhütte

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14.10.2019

"Wir in Deutschland haben die Saubersten Stahlwerke."

Haben Sie für Ihre Behauptung fundierte Belege, Herr König?

Raimund Kamm

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