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Plastikbaum an Weihnachten geht halt gar nicht

Kommentar Von Maximilian Czysz
21.11.2018

Wer einen Christbaum zur vollsten Zufriedenheit des Partners mit nach Hause bringen will, muss eine wahre Inquisition überstehen. Ein Aufgefallen.

Es war sein erster großer Hit: „Männer“ hieß Herbert Grönemeyers Hymne, die damals in den Zeitgeist traf. Der Musiker zerlegte Männer in ihre Charaktereigenschaften und stellte fest: Sie sind nicht nur muskelbepackte Kerle, sondern können auch Softies sein, die andere in den Arm nehmen und Geborgenheit geben. „Männer können alles“, fasste der blonde, bleiche Junge aus dem Ruhrpott zusammen. Früher traf das zu. Denn früher war der Kauf eines Christbaums noch einfach.

Mit der Säge ging’s raus in den Wald, wo sich eine geeignete und schön gewachsene Tanne fand. Heute ist das anders: Der Wald ist tabu. Wer einen Christbaum zur vollsten Zufriedenheit des Partners mit nach Hause bringen will, muss eine wahre Inquisition überstehen. Stammt der Baum von intensiv bewirtschafteten Flächen? Kommt er aus der Region? Passt die Form? Die Farbe? Ist er buschig oder nadelt er am Ende schon, weil ihm Hitze und Trockenheit im Sommer zugesetzt haben? Und wann ist der beste Zeitpunkt für den Kauf? Fragen über Fragen, die in der Diskussion über den Plastikbaum gipfeln. Aber der geht halt gar nicht. Der echte Baum gehört zu Weihnachten sowie die Erkenntnis, dass es eben Dinge gibt, die sich jedes Jahr aufs Neue wiederholen.

Trotzdem bleibt dieses Jahr nach der Trockenheit abzuwarten, wie gut sich die Christbäume aus dem Landkreis halten werden?

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