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Gemeinderat

22.07.2019

Platz für Ärzte und Therapie in der Mitte von Altenmünster

Auf dem ehemaligen Brauereigelände soll ein Gesundheitszentrum entstehen

Arzt- und Therapiepraxen, Geschäfte und Wohnungen sollen in zwei Gebäuden im Zentrum Altenmünsters Platz finden, für die der Gemeinderat einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufgestellt hat. Damit würde der ehemalige Standort der Brauerei Hämmerle nach vielen wechselvollen Jahren zu einem städtebaulich attraktiven Ortskern, und zugleich wäre die medizinische Versorgung der Bürger gesichert.

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Ulrich Reitenberger, Geschäftsführer der gleichnamigen Baufirma, und Architekt Davide Conti präsentierten dem Gemeinderat in öffentlicher Sitzung ihre Planentwürfe, die an der Stelle der einstigen Bäckerei Fischer und des anschließenden Wohnhauses an der Ecke Eppishofer Straße/Kirchenweg zwei dreistöckige Gebäude vorsehen. Wichtigstes Ziel der Gemeinde und des künftigen Bauträgers Ulrich Reitenberger ist es, Ärzte und Therapeuten –beispielsweise für Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie – für die geplanten Praxisräume zu gewinnen. Darüber hinaus könnten Geschäfte und/oder ein Café in die neuen Häuser einziehen.

Möglich wird das, weil das Bedarfsplanungsgebiet Augsburg für Hausärzte neu aufgeteilt wurde und Dinkelscherben als eigenes Gebiet ausgewiesen ist, zu dem Altenmünster gehört. Von den 24 Arztstellen in diesem Gebiet seien derzeit nur 21 besetzt, erklärte Bürgermeister Bernhard Walter. Das Durchschnittsalter der praktizierenden Ärzte liege bei mehr als 57 Jahren.

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Ulrich Reitenberger: „Nur durch ein Ärztezentrum kann die nahärztliche Versorgung gewährleistet werden.“ Als Grundlage für die Planung, die Architekt Davide Conti vorstellte, dient der von der Gemeinde favorisierte Entwurf eines stadtplanerischen Ideenwettbewerbs von 2011.

Die beiden großen Gebäude sollen so angeordnet werden, dass die Blickachsen in Richtung Kirche und Rathaus erhalten bleiben. Der längere der beiden Baukörper am Kirchenweg soll nach Contis Vorstellungen durch einen passagenartigen Durchgang gegliedert werden. In einer Tiefgarage könnten knapp 50 Parkplätze entstehen, weitere Stellplätze müssten oberirdisch, etwa vor den Häusern entlang der Eppishofer Straße und des Kirchenwegs angelegt werden. Zur Pfarrkirche St. Vitus hin soll ein innenhofartiger Platz entstehen. Der artesische Brunnen, ein Überbleibsel der ehemaligen Brauerei, soll gefasst und zu einem Blickfang des Ensembles werden.

Mit der Gestaltung des Bereichs einschließlich Kirchenweg, Eppishofer Straße und Kirche, eines Areals von rund 5500 Quadratmetern, wird ein Landschafts- und Städteplaner beauftragt. Der Gemeinderat stimmte dem Bebauungsplanentwurf zu. (hwe)

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