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Gersthofen

20.07.2018

Platz für bis zu 2500 neue Bürger

Von der B2 (links) bis zur Donauwörther Straße (rechts) erstreckt sich das Baugebiet nördlich der Thyssenstraße in Gersthofen. Hier sollen bis zum Jahr 2030 bis zu 2500 Menschen wohnen. Wie das neue Quartier einmal aussehen soll, darüber machten sich drei Planungsbüros erste Gedanken.
Bild: Marcus Merk

Drei Büros stellen Pläne für Gersthofer Areal nördlich der Thyssenstraße vor. Alle wollen viel Grün.

Bis zum Jahr 2030 soll die Stadt Gersthofen von heute gut 22000 auf insgesamt 27000 Einwohner wachsen. Ein Großteil der künftigen Einwohner wird im Norden der Stadt im Baugebiet nördlich der Thyssenstraße leben.

Das rund 14 Hektar große Areal zwischen der B2 im Westen und der Donauwörther Straße im Osten und im Norden vom Kreisverkehr und der B2-Anschlussstelle Augsburg begrenzt, ist die letzte große Fläche, die derzeit für Wohnbau zur Verfügung gestellt werden kann. Wie Bürgermeister Michael Wörle schon früher betonte, drängen nördlich der Thyssenstraße die Grundstückseigentümer massiv, dass dort eine Wohnbebauung ermöglicht wird.

Östlich der Donauwörther Straße und nördlich des Feuerwehrhauses hatte die Stadt einmal Bebauung auf gut elf Hektar Fläche angedacht, dies aber wegen schwieriger Grundstücksverhandlungen verworfen.

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Drei Büros erarbeiten Vorschläge für Gersthofen

Im Planungsausschuss stellten nun die drei von der Bauverwaltung eingeladenen Fachbüros MESS Amann & Groß PartGmbB (Kaiserslautern), Wick + Partner (Stuttgart) sowie Pesch Partner (Stuttgart) ihre Konzepte für eine Bebauung nördlich der Thyssenstraße vor. Die bereits beim Europan-Wettbewerb im Jahr 2006 gewonnenen Daten für das Areal spielten eine untergeordnete Rolle, so der Gersthofer Städteplaner Roland Schmidt.

Die drei unterschiedlichen Konzepte ermöglichen Wohnungen für 2000 bis 2500 Menschen. Im Norden, nahe der Anschlussstelle Augsburg-Nord sind Flächen für einen neuen Festplatz vorgesehen. Ein neues Gelände muss gefunden werden, weil der geplante Neubau des Gersthofer Paul-Klee-Gymnasiums auf dem heutigen Festplatz an der Schubertstraße errichtet wird. Im Norden ist auch in allen drei Vorschlägen eine Endhaltestelle sowie eine Wendeschleife für eine mögliche Straßenbahnverbindung vorgesehen mit Park-and-Ride-Plätzen.

Schule, Kindergarten und Festplatz

Ebenfalls sollen eine neue Grundschule sowie ein Kindergarten in dem neuen Quartier den Zuwachs an Kindern auffangen – die Pestalozzischule ist ja bereits jetzt zu klein für den aktuellen Andrang.

Das sehen die Büros unter anderem als möglich an:

Büro MESS Die Wohnbereiche gruppieren sich in drei Bauabschnitten um einen zentralen Grünbereich herum. Die Mobilität soll zur Ortsstraße werden, auf welcher statt heute Tempo 70 nur noch 50 Kilometer pro Stunde zugelassen werden. Rund um das Areal läuft eine Art Ringstraße. Für jeden der drei Bauabschnitte gibt’s jeweils ein Parkhaus, das die Autos der Einwohner am Quartierrand auffangen soll. Dauerhafte Parkplätze vor den Wohnhäusern sind nicht vorgesehen. Von diesen Hubs können die Bewohner mit kleinen, bereitstehenden Fahrzeugen Einkäufe transportieren. Sie dienen auch als Anlieferstelle für Lieferanten oder Postsendungen. Die Wege vom Auto zur Wohnung sind laut Planern zwischen 200 und 300 Metern. Der Entwurf geht davon aus, dass in wenigen Jahren Modelle wie Carsharing dominant sind. Das wollten nicht alle Ausschussmitglieder so hinnehmen. So wurde angeregt, auch Tiefgaragenplätze unter den Gebäuden zu untersuchen. Schule und Kindergarten sind im Südosten angelegt.

Büro Wick + Partner Hier sind die Wohngebäude um Höfe herum angeordnet. Es gibt sowohl Reihenhäuser, als auch Geschosswohnungsbau und Punkthäuser. Damit soll eine gute soziale Mischung erzielt werden. An der Westseite können Autostellplätze im Lärmschutzwall der B2 entstehen. Die Anbindung findet in Ost-Westrichtung zur Donauwörther straße statt. Ein Grünzug zieht sich von Westen nach Osten. Schule und Kindergarten liegen beim Grüngürtel.

Ein „Wiesenpark“ in der Mitte

Büro Pesch Partner Hier zieht sich ein Grüngürtel als „multifunktionaler Wiesenpark“ zentral von der Mitte der Thyssenstraße in weitem Bogen nach Nordosten hin zur Einmündung der Berliner Straße. Die Schule soll im Norden nahe dem Fest- und Park-and-Ride-Platz und der Straßenbahn-Wendeschleife entstehen. Hier fände auch ein Schwimmbad-Neubau Platz. Ein solcher wurde schon von der SPD/Grünen-Fraktion gefordert, fand aber keine Mehrheit im Stadtrat. Für die Autos gibt’s Tiefgaragen.

Alle drei Büros sollen nun ihre Vorschläge weiter ausarbeiten. Künftig könnten aber auch Kombinationen der drei Entwürfe realisiert werden.

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