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Gemeinderat

23.06.2017

Platz für die Erweiterung der Tierklinik

Die Tierklinik Gessertshausen ist der größte Gewerbebetrieb und Arbeitgeber der Gemeinde Gessertshausen. Jetzt muss sie aufgrund sehr guter Auslastung sowie aus organisatorischer Sicht erweitert werden.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Wie auf die Bedenken der Gessertshauser Anwohner wegen der Verkehrsanbindung reagiert wird

Die Tierklinik in Gessertshausen will erweitern. Nachbarn haben Bedenken wegen der Verkehrsanbindung, der Wasserversorgung sowie der Abwasserbeseitigung geäußert. Das Ingenieurbüro Sweco hat sich damit intensiv beschäftigt. Daraus haben sich Veränderungen ergeben, die jetzt in die Beschlussfassung zum Flächennutzungsplan eingeflossen sind.

Bauamtsleiter Karlheinz Lutz erklärte, dass unter anderem die Straßenanbindung der Eichenstraße sowie des Grasweges wegen einer ausreichenden Erschließung geprüft wurde. Laut der Verkehrszahlen reiche die Leistung der Straßen aus. Überraschend war allerdings die Tatsache, dass wöchentlich 2800 Fahrzeuge zur Tierklinik fahren.

Wie würde dies aber durch die Entwicklung der Tierklinik beeinflusst? Durch die geplante Erweiterung der Tierklinik könne dieses Verkehrsaufkommen etwas entzerrt werden, sodass sich der Verkehr nicht großartig verändern würde, erklärte Lutz. Er bescheinigt von der Abzweigung B300 bis zur Erlenstraße einen guten Ausbau des Verkehrsweges, der sich dann allerdings verengt und ab Einmündung Erlenstraße bis zur Tierklinik sehr eng wird. Aufgrund der bei den Prüfungen des Ingenieurbüros festgestellten Verkehrszahlen ist es aber notwendig, dass die Straßen Begegnungsverkehr zulassen. Somit ist eine Straßenfläche von 4,50 Metern - sodass zwei Pkws mit eingeschränkter Geschwindigkeit aneinander vorbeifahren können - notwendig, sowie ein Gehweg von 1,50 Metern Breite, da diese Gegend von relativ viel Spaziergängern, Joggern genutzt wird und des Weiteren die Tiere der Tierklinik ausgeführt werden.

Eine Besonderheit stellt nach der Abzweigung Erlenstraße der Eichenhohlweg dar, dessen Bäume unter Naturschutz stehen. „Hier können wir nicht so handeln wie nötig wäre.

Der Zwangspunkt hier ist, dass der Bau einer zweispurigen Straße hier auf etwa 120 Metern nicht möglich ist und somit nur einspurig mit einer Breite von 3,56 Metern geführt werden kann“, erklärte der Bauamtsleiter. Östlich des Hohlwegs ist eine Ausbuchtung vorgesehen, damit sich begegnende Autos ausweichen können. Ein weiterer Punkt war die Entwässerung. Hier wurde festgestellt, dass die Kanäle Richtung Grasweg nicht ausreichend leistungsfähig sind, um das Wasser der relativ großen Einzugsfläche ungepuffert aufzunehmen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: zum einen versickern oder rückpuffern.

Versickerung hat Vorrang, ist aber nicht immer möglich

Wie Lutz erklärte wird der Versickerung grundsätzlich der Vorrang gegeben, allerdings sei der Boden nicht immer so beschaffen, dass dies möglich ist. Der Gemeinderat hat sich somit für die zweite Möglichkeit, einer gedrosselten Ablaufleistung in den Kanal, entschieden.

Mit dieser Änderung geht der Flächennutzungsplan nochmals in die öffentliche Auslegung. Die Tierklinik als größter Arbeitgeber der Gemeinde Gessertshausen mit 100 Angestellten, hat Entwicklungsbedarf. In den nächsten 10 bis 20 Jahren wird die Erweiterung erfolgen. Die Gemeinderäte beschlossen ihrem größten Gewerbebetrieb nicht allzu viele Steine in den Weg zu legen oder ihn einzuschränken.

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