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Platzverweis für alle Politiker im TSV-Vereinsheim

Platzverweis für alle Politiker im TSV-Vereinsheim
Kommentar Von Christoph Frey
11.11.2019

Gemeint war nur die rechtspopulistische AfD, jetzt trifft es auch andere Parteien.

Für alle Politiker, die die beliebte TSV-Gaststätte für Veranstaltungen nutzen, gilt jetzt: Platzverweis. Die Politik muss ab Januar draußen bleiben, für den Kommunalwahlkampf muss sie sich andere Plätze suchen. Das ist nicht ohne Ironie, wenn man weiß, welch offenes Ohr die Fraktionen des Gersthofer Stadtrats in den vergangenen Jahren stets für den TSV Gersthofen hatten.

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Abgesehen von dieser lokalpolitischen Note zeigt die Rote Karte für die Politik im Wirtshaus aber, wie schnell der Schuss nach hinten losgehen kann, wenn man auf die AfD einfach mit Ausgrenzung reagiert. Ohne Zweifel sind die Äußerungen mancher Vertreter dieser Partei einfach unsäglich, ist die Nähe zum Rechtsextremismus nicht zu übersehen.

Man muss sie aushalten können

Gleichzeitig aber ist die AfD demokratisch legitimiert, in ihrer Gesamtheit nicht als extremistisch eingestuft und auch keineswegs verboten. Man muss sie nicht mögen, aber man muss sie aushalten können. Was wirklich gegen die AfD hilft, sind Argumente und die politische Auseinandersetzung. Dafür gibt es schon viele gute Beispiele. Im Gersthofer Wirtshaus am Sportplatz werden sie nicht mehr zu finden sein.

Lesen Sie dazu die Hintergründe in unserem Artikel:
Wegen AfD: Wirt zeigt allen Parteien die Rote Karte

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15.11.2019

Man hatte Bürgerdialoge über Rentenkonzepte, Bundeswehr, Energiewende, etc. veranstaltet oder kleine interne Sitzungen abgehalten. Ich war bei jeder Veranstaltung dabei, es gab NIE irgendwelche Auseinandersetzungen mit Gästen des Lokals, Anfeindungen, nichtmal schiefe Blicke. Auch haben sich Termine mit anderen Parteien nie überschnitten. Das Verhältnis zum Wirt war stets mehr als nur gut. Wir waren immer in einem Nebenraum unter uns. Es gab auch nie rechtspopulistische Äußerungen oder ähnliches, was man uns vorwerfen könnte. Hier geht es allein um genau die Ausgrenzung, die man uns als Partei vorwirft, aber gegen uns stets einsetzt. Es stimmt mich einfach fassungslos, was hier schon wieder geschieht, Hausrecht hin oder her, ich denke da spielt sich mehr was im Hintergrund ab, denn der Wirt hätte uns nie einfach so den Ort für Veranstaltungen verwährt! Hier wird eindeutig das Missfallen weniger gegen die Gunst von vielen gestellt. Ein hoch auf den Wirt und ein Daumen nach unten für die Ausgrenzung der Strippenzieher im Hintergrund!

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