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Polizei

16.01.2020

Polizei entwaffnet Ex-Jäger

Ein Beziehungsstreit hat in Fischach einen Großeinsatz ausgelöst. Mann soll gedroht haben, den Hund seiner Lebensgefährtin zu erschießen

Dramatische Szenen spielten sich am Dienstagnachmittag in Fischach ab. Dort rückten an die 20 Polizeibeamte an, um einen ehemaligen Jäger zu entwaffnen.

Auslöser war ein Anruf bei der Polizei: Ein 76-Jähriger soll nach Polizeiangaben gedroht haben, den Hund einer 66-Jährigen zu erschießen. Da unklar war, wie gefährlich die Situation war, ging die Polizei auf Nummer sicher und verstärkte sich mit Kräften aus Augsburg. Rund 20 Polizeibeamte rückten nach Fischach aus, letztlich löste sich die Lage aber undramatisch.

Nach Kenntnis unserer Redaktion wohnten der 76-Jährige und die 66-Jährige gemeinsam in dem Haus in Fischach. Am Dienstag soll ein Streit zwischen den beiden eskaliert sein. Die Frau rief daraufhin die Polizei und berichtete, der 76-Jährige habe sie angegangen und gedroht, ihren Hund zu erschießen. Als die Polizei vor Ort eintraf, schien die Lage jedoch friedlich, wie Polizeihauptkommissar Alfred Götz auf Nachfrage schilderte. Die 66-Jährige befand nach Informationen unserer Zeitung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf dem Grundstück. Ebenso soll der 76-Jährige weder bewaffnet noch aggressiv gewesen sein. Die Polizei nahm Kontakt zu dem Mann auf. Er kam freiwillig und friedlich auf die Einsatzkräfte zu, sodass niemand verletzt wurde.

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Die rund 20 Schusswaffen des Mannes, sowohl Lang- als auch Kurzwaffen, waren beim Eintreffen der Polizei nach Kenntnis unserer Redaktion in dem Haus sicher abgesperrt und verwahrt. Dennoch stellten die Beamten die Waffen vorsorglich sicher. Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte, bekam der Mann diese bereits am Mittwochabend zunächst wieder zurück. Weitere Ermittlungen sollen nun zeigen, ob der Mann die Waffen auch weiterhin behalten dürfe.

Der Großeinsatz in Fischach weckt Erinnerungen an den Vorfall im Diedorfer Ortsteil Anhausen kurz vor Weihnachten. Nach einem Anruf bei der Polizei wegen einer vermeintlichen Geiselnahme rückte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) mit 150 Mann an. Fünf Menschen soll ein 23-Jähriger in der Dezembernacht in seine Gewalt gebracht haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass der Auslöser ein Streit über Drogen war, der eskaliert ist. Der Tatverdächtige kam über Weihnachten in Untersuchungshaft. Inzwischen ist der Haftbefehl aufgehoben worden und der 23-Jährige wieder frei. Trotzdem laufen die Ermittlungen weiter. Dem jungen Mann wird Bedrohung und Nötigung vorgeworfen. (cf mit mells)

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