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Gersthofen

08.08.2017

Polizei fasst Spanner auf der Damentoilette

Turbulente Szenen spielten sich auf einer Damentoilette ab, wo die Polizei offenbar einen Spanner gefasst hat.
Bild: Ralf Lienert, Symbolbild

Ein 26-Jähriger filmte laut Polizei eine Frau auf einer Toilette des City-Centers in Gersthofen. Doch die bemerkte, was vor sich ging.

Opfer eines Spanners wurde eine 45-Jährige auf der Toilette des Einkaufszentrums City-Center mitten in Gersthofen. Ein 26-Jähriger filmte die Frau dort mit seinem Handy und landete nach turbulenten Szenen in der Damentoilette schließlich auf der Polizeiwache.

Nach Angaben der Polizei in Gersthofen hatte sich der Mann offenbar in der Damentoilette auf die Lauer gelegt. Gegen 19.30 Uhr besuchte eine 45-Jährige das Örtchen und bemerkte in der Kabine ein rotes Licht unterhalb der Abtrennung. Sofort war ihr klar, dass jemand von der Nachbarkabine aus filmte. Sie reagierte sofort, rief ihren Mann und einen weiteren Passanten zu Hilfe.

Diese hielten den Mann, der sich in der Nachbarkabine der Frauentoilette aufhielt, in Schach, bis die Polizei eintraf. Der Mann aus dem nördlichen Landkreis Augsburg wurde zur Dienststelle gebracht. Nach Aufnahme seiner Personalien wurde er wieder entlassen. Gegen ihn wird jetzt wegen der Straftat der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen ermittelt.

Erst im Frühjahr waren derartige Aufnahmen einen Schüler aus dem südlichen Landkreis Donau-Ries teuer zu stehen gekommen.  Der 19-Jährige hatte im Badezimmer seiner Wohnung sein Mobiltelefon im Aufnahmemodus platziert und heimlich gefilmt, wenn dort junge Frauen auf die Toilette gegangen sind. Die Opfer ahnten nichts, die Sache flog erst später auf. Ein Gericht verurteilte den jungen Mann im Frühjahr zu 60 Arbeitsstunden.

im Sommer vor drei Jahren nahm die Polizei  einen 41-jährigen Mann fest, der Mädchen mit einer kleinen Kamera in den Umkleidekabinen im Donauwörther Freibad gefilmt hatte.

An einem Rucksack hatte der Spanner ein kleines Multifunktionsgerät mit Kamera befestigt, das er von der jeweiligen Nachbarkabine aus unter der seitlichen Trennwand hindurchschob, die nicht ganz bis zum Boden hinunterreicht. Als sich der 41-Jährige zum wiederholten Male  ans Werk machen wollte, flog er auf.

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