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Gersthofen

18.11.2019

Polizei verfolgt Raser mit Tempo 220 auf der B2

Die Polizei verfolgte einen Raser mit Tempo 220 auf der B2.
Bild: Wolfgang Widemann

Erst auf der A8 kann die Polizei den Audi Q5 stoppen. In Gersthofen hätte es zu einem Unglück wie in München kommen können. Wer wurde von dem Raser gefährdet?

Der Vorfall erinnert an die unglaublichen Szenen, die sich am Wochenende in München zugetragen haben: Ein Autofahrer raste nachts durch die Landeshauptstadt und erwischte eine Gruppe Jugendlicher. Ein 14-Jähriger wurde bei dem Unfall getötet. Zu einem ähnlich tragischen Unfall hätte es am Sonntag auch in Gersthofen kommen können.

Ein Mann aus dem Raum Donauwörth raste am späten Nachmittag auf der B2 in Richtung Süden. Einem Beamten der Donauwörther Polizei fiel der Audi Q5 auf – er heftete sich an die Fersen und versuchte den Fahrer zum Anhalten zu bewegen. Doch der reagierte nicht.

Zwei rote Ampeln überfahren

Stattdessen gab er Gas – mit mehr als 220 Stundenkilometer raste er laut Polizei auf der B2 in Richtung Augsburg. An der Gersthofer Abfahrt zur Bahnhofstraße verringerte er die Geschwindigkeit, verließ die B2 und bog in Richtung Hirblingen ab. Er überfuhr zwei rote Ampeln an der Brücke und am Hery-Park. Fußgänger befanden sich in diesem Augenblick nicht auf der Straße. Laut Polizei mussten aber andere Autofahrer stark abbremsen, um einen Unfall zu verhindern.

Polizei verfolgt Raser mit Tempo 220 auf der B2

Als der 37-Jährige den Kreisverkehr am Ortsende von Gersthofen verlassen hatten, versuchten mehrere Polizeistreifen den Audi auf der freien Strecke zu stoppen. Sie mussten jedoch abbrechen, da der Fahrer ohne Rücksicht auf Verluste einen Zusammenstoß in Kauf nahm. Anschließend steuerte er die Anschlussstelle Neusäß an, um auf die A8 zu kommen. Dort gab er wieder Gas.

Der 37-Jährige wurde festgenommen

Kurz vor der Ausfahrt Adelsried war dann Schluss: Mehrere Polizeifahrzeuge versperrten dem 37-Jährigen den Weg, Streifen dahinter keilten den Audi ein und nahmen dem Fahrer so jede weitere Fluchtmöglichkeit. Der 37-Jährige wurde festgenommen. Laut Polizei hatte er einen verwirrten Eindruck gemacht. Er wurde deshalb ins Krankenhaus gebracht und soll in den kommenden Tagen befragt werden.

Warum hat er sich ins Auto gesetzt und war ohne Rücksicht gerast und hat dabei andere Verkehrsteilnehmer durch seine Fahrweise extrem gefährdet? Alkohol war offenbar nicht im Spiel, teilte die Polizei am Montag auf Nachfrage mit. Der Führerschein des 37-jährigen Fahrers wurde noch an Ort und Stelle beschlagnahmt.

  • Zeugen gesucht Die Polizei Gersthofen bittet andere Verkehrsteilnehmer, die der 37-Jährige bei seiner rasanten Fahrt gefährdete, sich zu melden. Die Telefonnummer der Inspektion Gersthofen lautet 0821/323-1810.

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18.11.2019

Bei den brutalen deutschen Strafen gibt das bestimmt 250 Euro und 30 Tage Führerscheinentzug.

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18.11.2019

Die bedeutendere Strafe wäre, sein Auto zu beschlagnahmen und zu Versteigern.
Und nach seinem Führerscheinentzug Ihm aufzuerlegen nur noch Fahrzeuge mit gedrosselter
Maximalgeschwindigkeit von 130 km/h zu fahren.

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